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Fall Regeni: Gewerkschafter meldete Italiener den Behörden


Ägypten

Fall Regeni: Gewerkschafter meldete Italiener den Behörden

Neue Entwicklung im Fall Giulio Regeni: Mohamed Abdallah, Chef der ägyptischen Gewerkschaft der Straßenhändler, hat gegenüber der Zeitung Huffington Post zugegeben, die Behörden auf den Italiener aufmerksam gemacht zu haben.

Regeni (28), der in Ägypten Nachforschungen für seine Doktorarbeit über Gewerkschaften anstellte, war Anfang Februar tot in einem Vorort von Kairo gefunden worden, seine Leiche wies Folterspuren auf. Abdallah sagte gegenüber der Huffington Post, er habe sich mehrfach mit Regeni getroffen, dieser habe ihm merkwürdige Fragen unter anderem über die nationale Sicherheit in Ägypten gestellt. Am 22. Januar habe er ein letztes Mal mit dem Italiener telefoniert und dieses Gespräch aufgezeichnet, so der Gewerkschafter. Den Mitschnitt ließ Abdallah eigenen Angaben nach dem ägyptischen Innenministerium zukommen. Drei Tage nach dem Telefonat verschwand Regeni spurlos. Was danach geschah, ist unklar. Italien verdächtigt ägyptische Sicherheitsbehörden, für den Tod des Doktoranden verantwortlich zu sein. Seitens der Regierung in Kairo heißt es, Regeni sei einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen.

Der Fall hatte zu diplomatischen Spannungen zwischen Ägypten und Italien gesorgt.

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