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Kampf um Mossul: Neue Offensive der irakischen Armee

Die nordirakische Großstadt wird von der Miliz Islamischer Staat gehalten. Seit zehn Wochen versucht das Militär, Mossul zurückzuerobern.

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Kampf um Mossul: Neue Offensive der irakischen Armee

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Die irakische Armee hat mit einer neuen Offensive auf Mossul begonnen. Die Großstadt im Norden des Landes ist eine Hochburg der Miliz Islamischer Staat. Auch kurdische Einheiten und schiitische Kampfgruppen sind am Sturm auf Mossul beteiligt, die irakische Armee wird zudem von Militärstrategen aus den USA beraten. Die irakische Regierung geht davon aus, die IS-Miliz zügig zu bezwingen.

Nach Angaben der Vereinten Nationen haben rund 114.000 Menschen Mossul aufgrund der Gefechte verlassen.

“Die Lage dort war schwierig”, sagt ein Mann. “Zivilisten wurden verletzt, die IS-Kämpfer haben uns das Leben zur Hölle gemacht. In Mossul gibt es kein Leben mehr: Kein Treibstoff, keine Nahrung, nichts…”

Ein anderer Flüchtling erzählt: “In unserer Nachbarschaft wurden drei Häuser zerstört, als sie von Mörsergranaten getroffen wurden. Wir haben unser Haus verlassen und auch unser Auto dort gelassen. Uns ist nur das geblieben, was wir am Leib tragen.”

Dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen berichten weitere Flüchtlinge aus Mossul, bewaffnete Kämpfer hätten sie in der Stadt davon abgehalten, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Laufe des ersten Vorstoßes, der vor zehn Wochen begann, haben irakische Truppen rund ein Viertel des Stadtgebietes erobert.