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Rückblick 2016 - der Weltraum


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Rückblick 2016 - der Weltraum

Mission ExoMars

Unser Rückblick 2016 wird eröffnet von einigen wichtigen Raumfahrtmissionen. Es wurden einige Raumfahrzeuge auf den Weg gebracht, um im Jahr 2016 ihr Ziel erreichten und unsere Nachbarn besuchten: Europa und Russland waren auf dem Mars, die Amerikaner besuchten den Jupiter.
Es war ein Drama im ESA-Operationszentrum in Darmstadt: im Oktober sollte die Schiaparelli-Sonde beweisen, dass Europa auf unserem Nachbarplaneten landen kann, aber sie stürzte mit 300 Stundenkilometern auf die Oberfläche – ungebremst.

Aber das Projekt ExoMars geht weiter, der Trace Gas Orbiter ging auf Kurs um den Planeten und fing an, wissenschaftliche Daten zu senden. Auf der Suche nach Leben auf dem Mars soll die Sonde die Atmosphäre untersuchen, die Suche nach Methan steht an erster Stelle.

Mission JUNO

Im Juli tritt Juno in die Umlaufbahn um Jupiter ein, nach einer Reise von 5 Jahren, mit einer Höchstgeschwindigkeit von sagenhaften 266.000 Stundenkilometern. Juno hält den Rekord des schnellsten von Menschen geschaffenen Objekts in der Geschichte. Fast 800 Millionen Kilometer entfernt hat Juno hat schon einige beeindruckende Bilder des Gasriesen zurück gesandt, der unser Sonnensystem beherrscht. Im Februar 2018 soll Juno dann kontrolliert verglühen. So soll verhindert werden, dass die Sonde eines Tages auf einen der großen Jupitermonde stürzt und ihn mit irdischen Bakterien kontaminiert.

Mission Rosetta

Im September erfüllte sich dann die Mission von Rosetta. Dreizehn Jahre brauchte die Sonde für ihren Weg zum Kometen Tschuri, warf dann den Lander Philae ab und ging am 30. September 2016 selbst wie geplant auf dem Kometen nieder.

Starships

2016 war ein Jahr, in dem für private Raumfahrtunternehmen nur der Himmel das Limit war. Oder die Tücken der Technik. Wiederverwendbares, Raketenrecycling ist der neueste Trend. Elon Musks Space X scheiterte beim mersten Mal, versuchte es erneut – und legte im April mit einem perfekten Start einer Rakete von einem schwimmenden Lastkahn die Latte hoch.

In Texas startete die Weltraumgesellschaft Blue Origin neue Shepard-Raketen, einschließlich des Tests einer Fluchtkapsel. Die von Amazon Chef Jeff Bezos gegründete Firma glaubt, dass wiederverwendbare Raketen die Kosten für den Zugang zum Weltraum radikal verringern werden.

Noch ein Raumfahrtpionier ist Richard Branson. Er konnte seinem Virgin Galactic VSS Unity Raumflugzeug bei seinem ersten freien Flug und der Landung zuschauen: ein nächster Schritt in Richtung Raumtourismus.

Galileo

Im November wurden vier Satelliten des europäischen Navigationssatellitennetzwerks Galileo in den Orbit geschossen. Die Gesamtzahl der Satelliten auf stieg auf 18 an – und steht für den Start der europäischen GPS Alternative.

Astronauten

400 Kilometer hoch über unseren Köpfen war es ein arbeitsreiches Jahr in der Internationalen Raumstation. Der britische ESA-Astronaut Tim Peake hatte sein Pensum Weltraum hinter sich , dafür stieg der Franzose Thomas Pesquet auf – für ein halbes Jahr im All.

John Glenn

Zum Schluss erinnern wir an John Glenn, der im Alter von 95 Jahren am 8. Dezember gestorben ist. Als erster Amerikaner umrundete Glenn 1962 die Erde. Und als einziger Mensch der Welt durfte er nochmal in ein Raumschiff steigen – mit 77 Jahren.

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