Eilmeldung

Mexiko: Protest gegen Benzinpreiserhöhung

In zahlreichen mexikanischen Städten haben die Menschen gegen die Anhebung der Benzinpreise demonstriert.

Sie lesen gerade:

Mexiko: Protest gegen Benzinpreiserhöhung

Schriftgrösse Aa Aa

In zahlreichen mexikanischen Städten haben die Menschen gegen die Anhebung der Benzinpreise demonstriert. Im Rahmen der Wirtschaftsreformen hatte die Regierung von Staatspräsident Enrique Peña Nieto die Preise für Benzin und Dieselkraftstoff um 20 Prozent erhöht.

“Benzin ist ein Problem. Das Problem sind aber nicht steigende Preise, sondern dass man seit 30 Jahren keine Raffinerien gebaut hat. Sie stehlen die Steuern – und deshalb müssen wir Benzin importieren”, klagt Guillermo Martinez aus Mexiko-Stadt.

“Das ist ein Protest gegen alles, was diese Regierung macht. Benzin ist das letzte Problem, das das Land braucht, um sich weiter zu zerstören” meint Maricarmen Gonzalez.



Demonstranten blockieren die Autobahn México – Querétaro

Die Anhebung der Kraftstoffpreise ist ein weiterer Schritt bei der Beendigung des staatlichen Ölmonopols. Im März sollen die Preise freigegeben werden. 2014 wurde das Staatsmonopol auf die Ölförderung abgeschafft und die Branche für ausländische Firmen geöffnet. Der Staatskonzern PEMEX (Petróleos Mexicanos) verlor damals bereits sein Monopol auf den Verkauf von Treibstoffen.

Ein Liter Benzin kostet nun umgerechnet rund 83 Cent, Diesel 78 Cent.

Der mexikanische Peso hat 2016 um 16 % abgewertet. Hintergrund waren der Verfall der Ölpreise und die Wahl von Donald Trump.

Mehr zum Thema

Rödl & Partner: Energiereform – Mexiko am Scheideweg?
Handelsblatt: Mexiko hebt Ölmonopol auf (21.12.2013)
Deutsche Welle: Mexikos Energiereform nimmt Fahrt auf (13.08.2014)