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Prozessauftakt in Paris gegen Präsidentensohn aus Äquatorialguinea


Frankreich

Prozessauftakt in Paris gegen Präsidentensohn aus Äquatorialguinea

Der Sohn des Präsidenten von Äquatorialguinea, Teodorin Obiang, muss sich in Paris wegen Geldwäsche und Veruntreuung öffentlicher Gelder vor Gericht verantworten.

Dem früheren Minister wird vorgeworfen, mit aus der Staatskasse geplündertem Geld sein Luxusleben in Europa zu finanzieren. Ihm könnte eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren drohen.

Erst im Juni wurde der 47-Jährige von seinem Vater zum Vizepräsidenten des kleinen, ölreichen Staats an Afrikas Westküste ernannt.

Obiang bleib den Verhandlungen fern. Sein Anwalt beantragte die Vertagung des Verfahrens.

Das Gericht behandelt unter anderem den Kauf einer 25 Millionen Euro teuren Immobilie in Paris, mit Sportplatz, Hammam, Dampfsauna, Frisörstudio, Diskothek und Kino. Auch Juwelen und eine teure Autosammlung soll Obiang mit Staatsgeldern finanziert haben. Insgesamt geht es um Güter im Wert von rund 100 Millionen Euro.

Obiang behauptet, all dies legal und mit sauberem Geld gekauft zu haben. Sein Gehalt als Land- und Forstwirtschaftsminister betrug aber lediglich rund 76.000 Euro pro Jahr.

Am Mittwoch (4. Januar) will das Gericht entscheiden, ob der Prozess vertagt wird.

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