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Massaker in Istanbuler Nachtclub: Wer waren die Opfer?


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Massaker in Istanbuler Nachtclub: Wer waren die Opfer?

In dem angesagten Club Reina in Istanbul haben rund 600 Menschen Silvester gefeiert, als plötzlich ein bewaffneter Mann das Feuer eröffnete. 39 Menschen starben im Kugelhagel.

Zwei Drittel der Opfer waren Ausländer. Sie kamen aus Tunesien, aus Indien, dem Libanon, Israel und Saudi-Arabien. Noch gibt es keine offizielle Liste der Opfer, aber euronews hat es geschafft mehreren von ihnen ein Gesicht zu geben.

Aus Tunesien

Am Montag, den 2. Januar 2017, sind zwei Opfer des Angriffs auf den Nachtclub Reina. Nach Angaben tunesischer Medien handelt es sich um Mohamed Ali Azzabi und seine Frau Senda Nakaâ. Ihre Leichen wurden zur Autopsie nach Tunis überführt.
Mohamed Ali Azzabi war laut Business News 41 Jahre alt und Chef einer IT-Firma. Einige Quellen schreiben, das Ehepaar habe ein fünf Monate altes Baby.

Aus Libanon

Das libanesische Generalkonsulat in Istanbul bestätigte den Tod von drei Libanesen: Rita Shami, Elias Wardini und Haikal Mussalem.

Rita Shami

Ritas Cousin, Ziad Chami, hat einen kurzen Nachruf in den sozialen Medien veröffentlicht. Auf Shamis Facebook-Seite mehren sich die Nachrichten. Ihre Familie und ihre Freunde können es nicht fassen, dass die junge hübsche Frau so plötzlich aus dem Leben gerissen wurde.

Elias Wardini und Haikal Mussalem

Wardini und Mussalem spielten in der Basketball-Liga im Libanon. Nach dem Tod der beiden schrieb die Liga folgenden Tweet:

Mussalem hatte vor kurzem geheiratet. Seine Frau Mireille Khoury soll den Anschlag überlebt haben.

Aus Saudi-Arabien

Shahad Samman

Laut dem Fernsehsender Al Arabiya war Samman ein frisch gebackenen Anwältin.

In einem ihrer letzten Einträge wünschte sie ihren Freunden ein frohes neues Jahr.

Aus der Türkei

Hatice Karcilar

Karcilar arbeitete für eine private Sicherheitsfirma in Istanbul. Sie hatte eine drei Jahre alte Tochter.

Kenan Kutluk

Kutluk war Kellner. Er arbeitete im Club Reina in der Nacht des Anschlags.

Er war ein großer Fan des Istanbuler Fußballclubs Galatasaray. Er hatte den spanischen Kicker Diego Costa und den deutschen Fußballer Mesut Özil getroffen.

Fatih Çakmak

Çakmak war ein Sicherheitsmann und hatte Dienst in jener Nacht.

Der Reina Club veröffentlichte sein Bild, sowie die von
Karcilar, Kutluk und Yunus Görmek.

Burak Yildiz

Yildiz war ein 22-jähriger Polizist. Seine Kollegen nahmen u.a. auf Facebook von ihm Abschied.

Aus Indien

Abis Rizvi

Rivzi war ein selbstständiger Filmproduzent. Sushma Swaraj, Indiens Außenminister, bestätigte seinen Tod.

Aus Israel

Leanne Nasser

Die 18-Jährige war aus Tira. Die Zeitung Jerusalem Post berichtet, dass Nasser eine schüchterne junge Frau war. Sie hatte eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin abgeschlossen.

Ihr Vater Zahar hatte versucht ihr die Neujahrsreise nach Istanbul auszureden. Er sagte in einem Interview mit The Jerusalem Post, dass er ein schlechtes Gefühl gehabt habe. Er habe ihr gesagt, dass es zu gefährlich sei, doch sie sei stur gewesen und habe nicht auf ihn gehört.

Andere identifizierte Opfer

Alaa Al-Muhandia: 29 Jahre alt. Die Kanadierin lebte in Milton, Ontario. Sie hatte zwei Kinder.

Mehmet Kerim Akyil: 23 Jahre alt. Der gebürtige Türke lebte in Belgien und war für die Feiertage nach Istanbul zurückgekehrt.

Bulent Sirvan Osman: 38 Jahre alt. Der Geschäftsmann war aus Erbil im Irak. Er hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.

Abdullah Ahmed Abbolos: 32 Jahre alt. Der Palästinenser lebte in Saudi-Arabien. Er war in der Türkei, um Silvester zu feiern.

Khushi Shah: 27 Jahre alt. Die Modedesignerin aus Vadodara im Westen Indiens war in Istanbul für ein Mode-Shooting. Das berichtete die Zeitung The Indian Express .

Ayhan Arik: 47 Jahre alt. Der Reiseberater aus der Türkei hinterlässt seine Frau und seine zwei Kinder.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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