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Serbien will Auslieferung Ramush Haradinajs

Serbien will die Auslieferung des ehemaligen kosovarischen Ministerpräsidenten Ramush Haradinaj beantragen. Gegen Haradinaj liegt ein internationaler Haftbefehl vor, er war auf dem Flughafen Basel-Mühlhausen verhaftet worden. Haradinaj ist ein ehemaliger Kommandant der kosovarischen Miliz UÇK, die während des Kosovo-Krieges für die Unabhängigkeit des Landes kämpfte.

Serbiens Ministerpräsident Aleksandar Vučić bestätigte das Vorhaben, Haradinajs Auslieferung zu beantragen. Serbien werfe ihm zahlreiche kriminelle Taten vor, so Vučić. “Niemand hat das Recht, die Entscheidungen einer unabhängigen Strafverfolgung zu unterwandern”, sagte er.

Kosovos Präsident Hashim Thaçi, der die UÇK bis zu ihrer Auflösung 1999 anführte, reagierte empört auf die Festsetzung Haradinajs und forderte seine sofortige Freilassung. Schon 2015 war der 48-Jährige kurzzeitig von den slowenischen Behörden festgenommen worden.

“Diese Verhaftung ist inakzeptabel und vollkommen ungerechtfertigt. Die UCK hat einen Krieg für die Freiheit und Unabhängigkeit des Kosovo und gegen den Völkermord des Slobodan Milosevic geführt”, so Thaçi.

Der Internationale Strafgerichtshof für das frühere Jugoslawien sprach Haradinaj 2012 aus Mangel an Beweisen frei. In Serbien wird ihm zur Last gelegt, während des Kosovo-Krieges unter anderem für Entführungen und Morde verantwortlich gewesen zu sein.

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