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Elfenbeinküste: Regierung erklärt Meuterei von Soldaten für beendet

Die Regierung und Militärvertreter einigten sich bei einem Treffen in Bouaké auf finanzielle Zugeständnisse an die Soldaten. Schüsse am Tagungsort stellen die Übereinkunft allerdings infrage.

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Elfenbeinküste: Regierung erklärt Meuterei von Soldaten für beendet

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Die zweitägige Meuterei von Soldaten in der Elfenbeinküste ist beendet. Der ivorische Verteidigungsminister Alain-Richard Donwahi einigte sich bei einem Treffen mit Militärvertretern in der Stadt Bouaké auf eine Beilegung des bewaffneten Aufstands. Im Gegenzug werden Forderungen der Soldaten nach besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie höheren Bonuszahlungen erfüllt. Das bestätigte der ivorische Präsident Alassane Ouattara nach seiner Rückkehr aus Ghana in die Handelsmetropole Abidjan. Dorthin hatte sich am Samstag der Aufruhr verlagert, der von Bouaké im Zentrum des Landes ausgegangen war.

Gewehrfeuer wurde auch aus mehreren anderen ivorischen Städten gemeldet. Offenbar gab es weder Todesopfer noch Verletzte. Auch nach der Einigung mit der Regierung war in Bouaké allerdings Gewehrfeuer zu hören. Der Verteidigungsminister konnte zunächst nicht wie geplant nach Abidjan zurückkehren, weil in direkter Umgebung des Tagungsortes neue Schüsse fielen. Vorübergehend war er offenbar auch von meuternden Soldaten festgehalten worden, später konnte er Boukaré aber wieder verlassen.

Die Soldaten demonstrierten mit der Meuterei nach eigenen Angaben gegen nicht eingehaltene Gehaltsversprechen. Sie hatten unter anderem Einfallstraßen nach Bouaké und andere Verkehrsverbindungen blockiert. Anwohner wurden von den Meuterern aufgefordert, zuhause zu bleiben.