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London Fashion Men's: Attraktiv trotz Brexit


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London Fashion Men's: Attraktiv trotz Brexit

Viele neue Gesichter, aber auch alteingesessene Marken waren auf der diesjährigen Londoner Fashion Week für Männermode zu Gast. Insgesamt gut 50 Schauen vor einem insgesamt positiven wirtschaftlichen Hintergrund, trotz Brexit. Ihren Statuts als Fashionmetropole müsse sich die Stadt erhalten, wie Bürgermeister Sadiq Khan bei Eröffnung der Fashion Week betonte.

Sadiq Khan: “Ich wollte, dass Großbritannien in der EU bleibt. Wir müssen uns dem Ergebnis fügen und dafür sorgen, dass der Brexit weder der Modeindustrie noch dem Land schadet. Der Modeindustrie ist wichtig, dass wir auch in Zukunft neue Talente anziehen. Und diese Sorge muss die Regierung unbedingt berücksichtigen.”

Starke Neonrafarben und psychodelische Muster gab es bei der Marke Topman zu sehen. Die Klubkultur der frühen 90er Jahre ware die Inspirationsquelle. Sprich: weite Formen, flatternde Hosenbeine, auch Jacken mit betont hoher Taille.

Für viel Andrang sorgte der britische Rapper Tinie Tempah, der erstmals eine Männerkollektion auf der Londoner Fashion Week vorstellte: enspannte Alltagskleidung gemischt mit seinem eigenen Stil.

Tinie Tempah: “Um ehrlich zu sein, ich hatte es ein bisschen satt, dass die Leute mich gut gestylt fanden, nur weil ich die Kleidung von anderen trug. Irgendwann hat man das Gefühl, die Leute achten mehr auf die Kleidung, als auf die Person. Nach dem Motto: ‘Oh, er trägt ein Tausend-Pfund-Outfit!’ Man fühlt sich irgendwann wie eine wandelnde Schaufensterpuppe.”

“What We Wear” heißt die Linie, “was wir tragen”. Besondere Kennzeichen: Baseballshorts, Jogginghosen, T-Shirts und kragenlose Jacken. Für die Zukunft plant Tempah übrigens eine Unisex-Kollektion für Mann und Frau.
Ein Trend, der sich in der Modewelt immer stärker durchzusetzen scheint. Immer mehr Labels zeigen ihre Männer- und Damenmode zusammen, was das Prinzip der zeitlich getrennter Termine für die Frauen- und Männerkollektionen infrage stellt.

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