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Abschiedsrede: Obama fordert Amerikaner zu Einigkeit auf


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Abschiedsrede: Obama fordert Amerikaner zu Einigkeit auf

US-Präsident Barack Obama hat sich bei seiner Abschiedsrede in Chicago gegen Rassismus und Diskriminierung und für mehr Einigkeit ausgesprochen. “Wir sind noch nicht dort, wo wir hin wollen”, sagte er vor Tausenden Zuhörerinnen und Zuhörern. Auch die Schwarzen müssten hinschauen und zuhören und anerkennen, dass die weiße Mittelschicht ihre Probleme habe. “Wir müssen in die Haut des anderen schlüpfen”, sagte er. “Große Ungleichheit unterhöhlt unsere demokratischen Ideale.”

Unter dem Jubel des Publikums verwies er aber auch auf die innen- und außenpolitischen Errungenschaften seiner Amtszeit: “Wenn ich euch vor acht Jahren erzählt hatte, dass Amerika eine große Rezession überwunden hat. Wenn ich euch erzählt hätte, dass wir ein neues Kapitel mit Kuba aufschlagen, das iranische Atomwaffenprogramm beenden werden, ohne einen Schuss abzufeuern und den Drahtzieher der Anschläge vom 11. September ausschalten werden. Wenn ich euch das erzählt hätte, hättet ihr vielleicht gesagt, dass wir uns zu viel vorgenommen haben. Aber wir haben es geschafft. Amerika ist heute ein besserer und stärkerer Ort, als vor unserer Zeit.”

“Wir müssen uns dagegen wehren, dass die Werte geschwächt werden, die aus uns machen, was wir sind”, betonte Obama weiter. Er appellierte an die Bürgerinnen und Bürger seines Landes, nicht in politischer Unzufriedenheit zu verharren, sondern aktiv zu werden: “Ich fordere euch dazu auf, glaubt nicht an mich, wenn es um Wandel geht, glaubt an euch.” Zum Abschluss wiederholte er den Slogan, mit dem er 2008 den Wahlsieg geholt hatte: “Yes, we can. Ja, wir haben es getan. Ja, wir können es.”

Der erste schwarze US-Präsident der Geschichte bedankte sich auch bei seiner Frau Michelle, seinen Töchtern und Vizepräsident Joe Biden. Er wird sein Amt am 20. Januar an Donald Trump übergeben.

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