Eilmeldung

Sie lesen gerade:

"Die Wege der Sklaverei": Musik gegen das Vergessen


Cult

"Die Wege der Sklaverei": Musik gegen das Vergessen

Die Geschichte der Sklaverei musikalisch aufgearbeitet: Der spanische Komponist Jordi Savall bringt für dieses Projekt Musiker aus Afrika, Südamerika und Europa auf die Bühne.

“Die Wege der Sklaverei” heißt sein Programm und enthält musikalische Einflüsse aus den Gebieten, die einst im Rahmen des sogenannten Dreieckshandels an der massenhaften Versklavung von Menschen beteiligt waren.


“Nur wenn wir die Geschichte unserer Vorfahren kennen, sind wir in der Lage, die Zukunft zu gestalten”, sagt der Komponist. “Das hat mich dazu bewegt, all diese Projekte über unsere Geschichte zu machen. Wir brauchen die Kunst und die Musik, um zu verstehen, was früher geschehen ist”, so Savall.

Ergänzt werden die musikalischen Darbietungen durch das Rezitieren von Schriften über die Sklaverei, etwa von Martin Luther King.

“Das Besondere an Jordis Programm ist, dass er uns nicht etwas Schönes zeigt, sondern die Musik nutzt, damit wir über Sklaverei nachdenken: Also etwas, was in der Vergangenheit geschehen ist, aber heutzutage in anderer Gestalt weiterhin existiert”, sagt der venezolanische Sänger Ivan Garcia.

Mit jedem Stück, das im Rahmen seines Projektes aufgeführt wird, könne man einen Moment lang die Gefühle der Sklaven nachempfinden, meint Jordi Savall. Die Musik mache Aspekte der Geschichte verständlich, die einem sonst verborgen blieben, sagt der Spanier.

Auswahl der Redaktion

Nächster Artikel
"Museo Atlantico": Kunst unter Wasser

Cult

"Museo Atlantico": Kunst unter Wasser