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USA: Russlandkritische Töne vom künftigen Verteidigungsminister und CIA-Chef

Der designierte US-Verteidigungsminister Mattis und der mögliche künftige CIA-Chef Mike Pompeo haben im Senat russlandkritische Töne angeschlagen. Sie äußerten sich damit anders als Donald Trump.

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Während der gewählte US-Präsident Donald Trump als eher russlandfreundlich und NATO-abgewandt gilt, geben seine künftigen Mitarbeiter ein anderes Bild ab. Der designierte VerteidigungsminsterJames Mattis etwa unterstrich bei einer Anhörung im Senat die Verbundenheit der USA mit der NATO. Außerdem sagte er, der russische Präsident versuche, die NATO auseinanderzutreiben. Die US-Regierung müsse bereit sein, sowohl diplomatische als auch militärische Maßnahmen zu ergreifen.

Mattis: “Seit Jalta haben wir oft versucht, die Beziehungen zu Russland zu verbessern. Die Liste der Erfolge ist aber relativ kurz. Daher denke ich, das Wichtigste ist es jetzt, die Realitäten darüber, womit wir es bei Herrn Putin zu tun haben, anzuerkennen und wir erkennen an, dass er versucht, die NATO zu zerbrechen.”

Auch nicht auf Trump-Linie: Der als CIA-Chef vorgesehene Mike Pompeo. Er fand harte Worte zum Umgang der USA mit Russland.

Mike Pompeo: “Das wird eine unglaublich robuste amerikanische Reaktion erfordern. Eine sicherheitsbezogene Reaktion. Das heißt, wir müssen besser darin werden, uns zu verteidigen. Wir brauchen eine Reaktion, die den, der solche Handlungen gegen die USA vornimmt, zur Rechenschaft zieht. Die Form, das Ausmaß, die Schwere dieser Reaktion ist Sache der Politiker, das liegt außerhalb meiner Aufgaben als CIA-Chef. Aber ich sehe meine Rolle als zentral an, wenn es darum geht, Sie darüber in Kenntnis zu setzen, was passiert.”

Russland habe sich wiederholt aggressiv verhalten. Moskau habe die Ukraine überfallen und besetzt und bedrohe Europa. Außerdem tue Russland nichts, um die Organisation Islamischer Staat zu zerstören, so Pompeo im Senat.