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"Rocco" - Eine Doku über den Pornostar, ganz einfach

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"Rocco" - Eine Doku über den Pornostar, ganz einfach

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Thierry Demaizière und Alban Teurlai haben nicht lange nach einem Titel für ihre Dokumentation gesucht. Der Film ist von Kopf bis Fuß Rocco Siffredi gewidmet.

“Rocco”, schon der Name sagt mehr als Tausend Worte. Viele bringen ihn unweigerlich mit dem Pornostar in Verbindung, dessen Ruhm auf einer anatomischen Besonderheit und zweifelsohne auch auf seiner geschickt geplanten und besonders langlebigen Karriere beruht.

Meinung

Wenn die Kamera scharf stellt, dann nur um den erstaunlichen Werdegang des Stars zu beleuchten, seine Fragen, seine Besessenheit, seine Sucht.

Philippe Mathieu Cinema Box

Die französischen Filmemacher Thierry Demaizière und Alban Teurlai haben nicht lange nach einem Titel für ihre Dokumentation gesucht. Der Film ist voll und ganz Rocco Siffredi gewidmet.

Der Film wurde im Spetember 2016 auf der Mostra in Venedig in der Parallelsektion Venice Days vorgestellt.

Das Thema mag sensationsheischend klingen, zu Unrecht. Wenn die Kamera scharf stellt, dann nur um den erstaunlichen Werdegang des Stars zu beleuchten.

Von der ‘Mama’, die sich einen Priester wünschte, seiner Pornokarriere jedoch nicht in den Weg stellte, bis zu der in Budapest gegründeten Produktionsfirma, über die jüngsten Filmpartnerinnen, die, wie er überraschend feststellt, so alt sind wie sein Sohn, entdecken wir nicht nur Roccos Leben, sondern auch seine Fragen, seine Besessenheit, seine Sucht.

Spürbar wird dies in den Nahaufnahmen seines Körpers, dessen mechanischer Funktionsweise, die fast entmenschlicht wirkt.

Der Film ist eine der besten Dokumentationen der vergangenen Monate mit einem erstaunlichen Ausgang, der gleichsam das Ende einer Ära besiegelt, der des italienischen Hengstes.