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Zypern-Konferenz endet ohne Ergebnis


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Zypern-Konferenz endet ohne Ergebnis

Große Hoffnungen, aber wieder keine Lösung: Die Zypern-Konferenz ist in Genf ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Die Bemühungen zur Überwindung der Teilung der Insel sollen damit aber nicht beendet sein.

Offene Fragen – unterschiedliche Ansichten

Wie die beteiligten Seiten am Donnerstag übereinstimmend mitteilten, sollen am 18. Januar Experten zusammenkommen, um offene Fragen zu klären. Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu übte nach der Konferenz Kritik an der griechischen Seite: “Es gibt noch immer wichtige offene Punkte. Die griechische Seite ist unvorbereitet, wir wollen das aber nicht als böse Absicht werten und sehen es wohlwollend. Sie sagen, sie seien noch nicht soweit und wollen intern diskutieren. Also haben wir eine neue Frist gesetzt, allerdings ist es nicht das von den Griechen geforderte Datum. Wir fanden das nämlich etwas spät und haben auf einen früheren Termin gedrungen.”

Neben dem türkischen Außenminister Cavusoglu war auch sein griechischer Amtskollege Nikos Kotzias in die Schweiz gereist. “Wir konnten uns auf die Einsetzung einer internationalen Gruppe einigen, die unter der Schirmherrschaft des UN-Sicherheitsrats über die Umsetzung der Beschlüsse wachen soll. Es ist ja ganz offensichtlich, dass wir keinen rechtlichen Konflikt wollen und wir wollen, dass das Militär die Insel verlässt”, so Kotzias.

Der Kern des Problems

Im Mittelpunkt steht das Kernproblem der Zypernfrage: Die Sicherheit. Die türkischen Zyprer haben Angst vor der griechischen Bevölkerungsmehrheit. Die griechischen Zyprer wiederum haben Angst vor der Übermacht der Türkei und ihren Besatzungstruppen im Norden ihrer Insel.

“Die offenen Punkte müssen nun geklärt werden. Dem ebenfalls involvierten UN-Generalsekretär Guteress bleibt die Hoffnung auf das nächste Treffen. Und darauf, dass sich alle Seiten doch noch ein Stück bewegen”, so die Euronews-Reporterin

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