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Energy Observer: Mit Wind, Sonne und Wasserstoff die Welt umrunden


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Energy Observer: Mit Wind, Sonne und Wasserstoff die Welt umrunden

Allein mit Wind, Sonne und selbst erzeugtem Wasserstoff die Welt umrunden, das ist die Mission des Öko-Katamarans Energy Observer. Schon bald soll das futuristische Gefährt in See stechen. Ähnlich wie bei der Weltumumrundung des solarbetriebenen Flugzeugs Solar Impulse 2 geht es vor allem darum, die Technologie zu präsentieren und das enorme Potenzial zu verdeutlichen.

In der Werft im französischen Saint-Malo laufen die letzten Vorbereitungen. Ein 50-köpfiges Team bestehend aus Seeleuten, Ingenieuren und Architekten ist im Einsatz.

Hinter dem stecken die Skipper Frédéric Dahirel und Victorien Erussard sowie der Taucher und Filmemacher Jérome Delafosse.

Victorien Erussard: “Energy Observer ist eine technologische Herausforderung. Wir sind auf gewisse Weise ein Solar Impulse des Meeres ‘made in France’. Was wir anstreben, ist eine autonome Energieversorgung, die Nutzung der Natur, erneuerbarer Energien, um auf diese Weise in totaler Autonomie die Welt zu umrunden.”

Als Grundlage dient ein früheres Segelrennboot, das 1994 unter anderem die Jules Verne Trophy gewonnen gewann und nun für die Weltumrundung mit Sonnenkollektoren, Windturbinen und einem Wasserstoffbrennstoffzellensystem ausgestattet wird. Die Initiatoren sprechen vom weltweit ersten Schiff, das selbstständig Wasserstoff produziert.

Der umgebaute Katamaran soll sechs Jahre lang um die Welt fahren, mehr als 50 Länder bereisen und dabei seine Erlebnissee aktiv mit dem Rest der Menschheit teilen.

Jérome Delafosse: “Jeder wird dieses Boot sehen und besser kennenlernen, das Abenteuer über die sozialen Netzwerke direkt mitverfolgen können. Denn wir werden innovative Inhalte anbieten, wie Virtual Reality. Man wird den Katamaran quasi jeden Tag verfolgen können.”

Das gut 30 Meter lange Schiff hat einen Wert von fünf Millionen Euro und soll im Frühjahr auf die lange Reise gehen, nur von erneuerbaren Energien angetrieben. Der erste von 101 geplanten Stopps ist Paris.

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