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Nach Trumps Rundumschlag: Unverständnis und Zurückhaltung in Europa


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Nach Trumps Rundumschlag: Unverständnis und Zurückhaltung in Europa

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Auf die Äußerungen des designierten US-Präsidenten haben Spitzenpolitiker in Europa mit Irritation, Unverständnis und Sorge über die künftige Zusammenarbeit mit den USA reagiert.

Einer der wenigen, die Trumps Aussagen begrüßen, ist der britische Außenminister Boris Johnson: “Es ist eine sehr gute Nachricht, dass die Vereinigten Staaten von Amerika ein gutes Freihandelsabkommen mit uns schließen möchten. Und das sehr schnell”, sagte Johnson. Großartig sei auch, dass der gewählte US-Präsident Trump das sagt. Das Abkommen müsse ganz klar im Interesse beider Seiten sein, aber daran habe er keine Zweifel, so Johnson.

Andernorts herrschte dagegen weniger Begeisterung. Die Äußerungen hätten nicht nur in Brüssel “für Verwunderung und Aufregung gesorgt”, sagte Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnte, zunächst Trumps Amtseinführung abzuwarten. Sie forderte die EU-Staaten auf, sich von den harschen Worten nicht beirren zu lassen.
“Ich denke, wir Europäer haben unser Schicksal selber in der Hand”, erklärte Merkel. “Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass die 27 Mitgliedsstaaten intensiv und vor allem auch zukunftsgerichtet zusammenarbeiten.”

Einige EU-Politiker äußerten sich deutlicher: Die EU-Außenbeauftragte Frederica Mogherini etwa wies Trumps These zum Zerfall der Union zurück. Sie glaube, dass die EU zusammenbleibt. Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault sagte, Trumps Worte machten betroffen. Europa muss sich außenpolitisch auf stürmische Zeiten einstellen.

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