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Gambia droht ein militärischer Konflikt. Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) hat eine Eingreiftruppe mit hunderten Soldaten aus Nigeria, dem Senegal, Ghana und Togo zusammengezogen und an die Grenze zu Gambia verlegt.
Sie ist bereit militärisch einzugreifen, sollte sich der abgewählte gambische Präsident Yahya Jammeh weigern, von seinem Amt zurücktreten.

Letzte diplomatische Versuche, Jammeh doch noch zum Abtritt zu bewegen, waren in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gescheitert.

Auch Militär und Polizei im Gambia sollen sich Sicherheitskreisen zufolge inzwischen von Jammeh losgesagt haben. Sie seien nur noch dem neuen Präsidenten Adama Barrow verpflichtet, der am Donnerstag den Amtseid in der gambischen
Botschaft im Senegal ablegte.

Angesichts einer möglichen militärischen Intervention haben bereits Zehntausende Menschen das Land verlassen. Europäische Reiseveranstalter hatten am Mittwoch damit begonnen, Urlauber in ihre Heimatländer zurückzubringen.

Gambia gehört einem UN-Index zufolge zu den 20 ärmsten Ländern der Welt. Neben der Landwirtschaft ist in dem Staat mit etwa zwei Millionen Einwohnern der Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftszweige.

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