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Hochhauseinsturz in Teheran: 20 Feuerwehrleute getötet

Beim Einsturz eines brennenden Hochhauses im Herzen von Teheran sind 20 Feuerwehrleute verschüttet worden.

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Hochhauseinsturz in Teheran: 20 Feuerwehrleute getötet

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Beim Einsturz eines brennenden Hochhauses im Herzen von Teheran sind mindestens 20 Feuerwehrleute getötet worden. Das 17-stöckige Gebäude brach am Donnerstagmorgen während einer Live-Schaltung des iranischen Nachrichtensenders Khabar in sich zusammen.

Mehr als 30 Feuerwehrleute wurden von den Trümmern begraben.

Ein Feuerwehrmann simste, er sei mit mehreren Kollegen im Maschinenraum eingeschlossen.

Nach Berichten des Staatsfernsehens waren rund 200 Helfer zum Zeitpunkt des Einsturzes im Einsatz.

Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurden insgesamt 70 Menschen verletzt, 23 von ihnen mussten wegen Rauchvergiftung in nahegelegene Krankenhäuser eingeliefert werden.

Der Brand war am Morgen im neunten Stockwerk ausgebrochen und hatte sich rasch auf die darüber liegenden Etagen ausgebreitet. Zunächst war es der Feuerwehr gelungen, die Flammen unter Kontrolle zu bringen, doch dann war das Feuer erneut aufgeflammt.

Ersten Ermittlungen zufolge ist der Brand auf einen Kurzschluss zurückzuführen.





Ein Feuerwehrsprecher erklärte, die Behörden hätten die Hausverwaltung in der Vergangenheit mehrfach auf mangelnde Brandsicherheit hingewiesen. So hätten Feuerlöscher gefehlt, in den Treppenhäusern sei Kleidung gelagert gewesen.

Das Plasco-Gebäude im Zentrum der iranischen Hauptstadt wurde 1962 eingeweiht. Damals war es das höchste Gebäude Teherans. Es beherbergt Geschäfte und Textilbetriebe. In der Nähe des Zentrums befinden sich auch die Botschaften Deutschlands und der Türkei, die beide nach dem Brand geschlossen wurden.