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Russland-Sanktionen: "Die geopolitischen Bedingungen könnten ziemlich hart bleiben"

Einreiseverbote, eingefrorene Vermögenswerte, keine Geschäfte mit Sanktionierten – seit Frühjahr 2014 bestrafen die USA und die EU Russland für die Annexion der Krim und die Besetzung der Ostukraine

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Russland-Sanktionen: "Die geopolitischen Bedingungen könnten ziemlich hart bleiben"

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Einreiseverbote, eingefrorene Vermögenswerte, keine Geschäfte mit Sanktionierten – seit Frühjahr 2014 bestrafen die USA und die EU Russland für die Annexion der Krim und die Besetzung der Ostukraine durch ihm nahe stehende Verbände.

Meinung

"Die Russische Föderation war nie interessiert, die Länder Europas auseinanderzubringen"

Bei einer Sonderausgabe von Euronews-“Global Conversation” auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte der stellvertretende Ministerpräsident Russlands, Igor Schuwalow:

“… die geopolitischen Bedingungen könnten ziemlich hart bleiben. Wir planen in der Annahme, dass die Sanktionen in Kraft bleiben werden. Sollten sie aufgehoben werden, würde das die Lage verbessern. Aber wir rechnen damit, dass sie bleiben.

Die Russische Föderation, das kann ich Ihnen versichern, war nie interessiert, die Länder Europas auseinanderzubringen. Wir interessieren uns für ein Europa, das stark und geeint ist.”

Miroslav Lajcák, slowakischer Außenminister:

“Seit die Sanktionen in Gang gesetzt wurden, vor fast drei Jahren, wird über Risse in der Einheit der Europäischen Union spekuliert. Aber bis jetzt konnte die EU die Sanktionen immer verlängern, da gab es keinen Mangel an Einigkeit. Die Sanktionen sind direkt verbunden mit der Durchführung des Abkommens von Minsk*. Und da hat es bisher nicht viel Fortschritt gegeben.”

Die Open Society Foundations (OSF) sind eine Gruppe von Stiftungen des US-Milliardärs George Soros. Sie vertreten den Gedanken der Offenen Gesellschaft und finanzieren politische Aktivitäten, besonders in Mittel- und Osteuropa.

Ray Dalio, Gründer und Vorstandschef des weltweit größten Hedgefonds Bridgewater Associates:

“Es wäre besser, wenn die Sanktionen aufgehoben wurden, besser für alle. Aber darüber hinaus meine ich, die eigentliche Frage ist die der Entwicklung des russischen Kapitalmarktes. Das würde die Abhängigkeit von ausländischem Kapital verringern.”

su

  • 2014 und 2015 war Minsk Schauplatz der Verhandlungen und Namensgeber zweier Abkommen zur Befriedung und Deeskalation des seit 2014 in der Ukraine immer weiter eskalierenden Krieges: Protokoll von Minsk („Minsk I“) und Minsk II.