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Sergei Polunin als Skulptur


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Sergei Polunin als Skulptur

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Still sitzen, eine eher ungewöhnliche Übung für den ukrainischen Ballett-Star und Rebellen Sergei Polunin. Er tut es für die britische Bildhauerin Frances Segelman. Die Skulptur entsteht zu einem ganz besonderen Zeitpunkt in seiner ungewöhnlichen Karriere, die ihn vom Tanzgenie zum Bad Boy mutieren ließ.

Mit mit nur 19 Jahren stieg er zum ersten Solotänzer des Londoner Royal Ballet auf. Doch mit dem Weltruhm kamen Zweifel und der radikale Wunsch, das Tanzen aufzugeben. Seitdem sucht er nach immer neuen künstlerischen Ausdrucksformen.

Sergei Polunin: “Ich glaube, dass man sich nicht genügend um Tänzer kümmert, sie werden nicht so behandelt, wie sie es verdient hätten. Mein leidenschaftliches Ziel ist, Tanz auf dasselbe Niveau wie Sport, Film oder jede andere Industrie zu bringen.”

Frances Segelman ist eine angesehene Bildhauerin in Großbritannien und hat unter anderem Skulpturen von der Queen und Ehemann Prinz Philip angefertigt. Die Arbeit mit dem rebellischen Tänzer Sergei Polunin hatte für sie einen besonderen Reiz.

Frances Segelman: “Ich sah ein Foto vom ihm und sagte mir, er würde ein wunderbares Motiv abgeben, mit all seinen Tätowierungen. Das ist unkonventionell, das hat mich gereizt.”

Weltbekannt wurde Polunins Darbietung in dem Video zum Hozier-Song “Take me to Church” von David LaChapelle. Der Dreh sollte neue Perspektiven eröffnen. Mit Steven Cantor entstand die Dokumentation “Dancer”, das hochemotionale Portrait des sensiblen Weltklassetänzers zeichnet.

Damals wollte er mit dem Ballett aufhören und sich in Los Angeles an einer Filmschule einschreiben. Doch dann packte ihn der Tanz doch wieder. Er ist in dieser Saison ständiger Gastsolist beim Bayerischen Staatsballett in München.

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