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Sinn-Féin-Politiker Martin McGuinness zieht sich aus der aktiven Politik zurück


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Sinn-Féin-Politiker Martin McGuinness zieht sich aus der aktiven Politik zurück

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Der zurückgetretene stellvertretende Ministerpräsident Nordirlands, Martin McGuinness, von der katholisch-republikanischen Sinn Féin zieht sich aus der aktiven Politik zurück. McGuinness wird bei der durch seinen Rücktritt ausgelösten Neuwahl des Regionalparlamentes nicht mehr antreten. Der 66-jährige ist schwer krank.

McGuinness teilte mit, er habe ursprünglich im Mai am 10. Jahrestag der Regierungsbeteiligung von Sinn Féin an Seite der protestantisch-unionistischen DUP zurücktreten wollen. Das Verhalten der Ministerpräsidentin Arlene Foster (DUP) im Skandal um ein Förderprogramm für erneuerbare Energien in Heizanlagen, das den Steuerzahler Hunderte Millionen britische Pfund gekostet haben soll, habe ihm keine andere Wahl gelassen, diesen Schritt bereits jetzt zu vollziehen.





Da Sinn Féin keinen Nachfolger für McGuinness nomierte, musste der britische Nordirlandminister James Brokenshire das Regionalparlament auflösen und Neuwahlen ansetzen.

McGuinness war Chefunterhändler von Sinn Féin bei den Friedensverhandlungen, die 1998 zum Karfreitagsabkommen führten. Diesem Abkommen zufolge muss die nordirische Regierung aus einer Koalition von Katholiken und Protestanten gebildet werden.

McGuinness erklärte, auch wenn er sich aus der aktiven Politik zurückziehe, sei er entschlossen, nach seiner Genesung ein Botschafter für Frieden, Einheit und Versöhnung zu sein.

Mehr zum Thema

the guardian: Martin McGuinness – a political career in pictures (Bildstrecke)

SkyNews: Martin McGuinness: A journey from guns to government (Portrait, englisch)

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