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Vermittlungsversuch in Gambia gescheitert: Senegal und Nigeria bereit zum Einmarsch


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Vermittlungsversuch in Gambia gescheitert: Senegal und Nigeria bereit zum Einmarsch

Gambias Präsident will nicht weichen. Doch Nigeria und Senegal sind offenbar bereit, das Wahlergebnis auch mit Waffengwalt durchzusetzen.

Ein letzter Versuch Gambias abgewählten Präsidenten Yahya Jammeh zum Abtreten zu bewegen ist offenbar gescheitert. Dem mauretanischen Präsidenten Mohamed Ould Abdel Aziz ist es nicht gelungen, Jammeh umzustimmen. Sein Mandat endete am Mittwoch um Mitternacht.

Senegal und Nigeria haben Truppen an die gambische Grenze verlegt und sind bereit einzumarschieren. Marokko bot Jammeh Asyl an, sollte er sein Amt aufgeben und das Land verlassen.
Jammeh ist zunehmend isoliert, mehrere Minister traten zurück.

Der siegreiche Oppositionskandidat Adama Barrow, der sich in Senegal in Sicherheit gebracht hat, will heute wie geplant in Gambia seinen Amtseid leisten. Wo genau die Zeremonie jedoch stattfinden soll, ist bislang unklar.

In einer Twitter-Nachricht schrieb Barrow: “Unsere Zukunft beginnt morgen.”

Viele fürchten eine Eskalation und verlassen das Land. Dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zufolge sind bereits mehr als 26.000 Gambier in den Senegal geflohen.

Europäische Reiseveranstalter haben mit der Rückführung der Touristen begonnen. Die Urlauber sollen schnellstmöglichst mit Sonderflügen außer Landes gebracht werden.

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