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Frankreich: Hamon und Valls in der Stichwahl der Sozialisten für die Präsidentschaft

In Frankreich sind Benoît Hamon und Manuel Valls aus der Abstimmung über die Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten als Sieger hervorgegangen.

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Frankreich: Hamon und Valls in der Stichwahl der Sozialisten für die Präsidentschaft

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In Frankreich sind Benoît Hamon und Manuel Valls aus der Abstimmung über die Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten als Sieger hervorgegangen. Sie stellen sich am kommenden Sonntag in einer Stichwahl.

Sieben Politiker bewarben sich um die gemeinsame Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten.

Die Parti Socialiste ist nach fünf schwierigen Regierungsjahren und dem Verzicht von Präsident François Hollande auf eine neue Kandidatur schwer angeschlagen. Egal welcher ihrer Bewerber das Rennen macht: Umfragen für die Präsidentschaftswahl sehen ihn abgeschlagen, zuletzt sogar auf dem fünften Platz. 

Als Favoriten für die Präsidentschaftswahl im Mai gelten François Fillon von der UMP und Marine Le Pen von der Front National.

Im Rennen um den Élyséepalast gehen die französischen Sozialisten damit klar auf Linkskurs. Der Ex-Minister Benoît Hamon setzte sich in der ersten Vorwahlrunde um die Präsidentschaftskandidatur
überraschend deutlich an die Spitze und trifft nun also in der Stichwahl auf den früheren Regierungschef Manuel Valls.

Hamon überholte den als Favoriten gehandelten Valls bei der Abstimmung am Sonntag und kam nach Teilergebnissen auf rund 35,8 Prozent. Der 49-jährige vertritt teilweise radikale Forderungen des
linken Flügels der Sozialisten und setzt sich damit klar von der glücklosen Präsidentschaft von François Hollande ab.

Nach Auszählung von mehr als 882.000 Wahlzetteln, etwa der Hälfte der Stimmen, kam Valls (54) mit rund 31,4 Prozent auf Platz 2.

Der Drittplatzierte Arnaud Montebourg lag mit rund 18 Prozent abgeschlagen dahinter.

Hamon hatte vor allem mit der Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen für Schlagzeilen gesorgt, das langfristig 750 Euro pro Monat erreichen konnten. Selbst sein ebenfalls zum linken Flügel gehörender Konkurrent Montebourg hatte das Vorhaben wegen hoher
Kosten kritisiert: “300 Milliarden, das entspricht dem derzeitigen
Staatsbudget.”

Valls dagegen steht für einen eher reformorientierten und wirtschaftsfreundlichen Kurs und gehört damit zum rechten Flügel der Sozialisten. Im Wahlkampf verteidigte er die teils heftig kritisierte Regierungspolitik unter Hollande.

Hinzu kommt, dass das linke Lager zersplittert auftritt. Unabhängig von der Vorwahl bewerben sich unter anderen der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon und der aus der PS ausgetretene frühere Wirtschaftsminister Emmanuel Macron um das höchste Staatsamt im Élyséepalast. Der Polit-Jungstar Macron konnte zuletzt in Umfragen Boden gutmachen und lag mit etwa 20 Prozent auf Platz drei.

Die Wahlbeteiligung am Sonntag habe wohl zwischen 1,5 und 2 Millionen Wählern gelegen, sagte Wahlleiter Thomas Clay, “wahrscheinlich näher an 2 Millionen”. Das ist weniger als bei der linken Vorwahl vor fünf Jahren und deutlich weniger als beim bürgerlichen Lager, wo im November mehr als 4 Millionen Menschen abstimmten.

Abstimmen konnten alle Franzosen, die im Wählerregister stehen, sie mussten sich aber per Unterschrift zu den Werten des linken Lagers bekennen.