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Wintersport: Triumph für Gut, Vonn und die DSV-Adler


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Wintersport: Triumph für Gut, Vonn und die DSV-Adler

Die strahlende Gewinnerin des Super-G in Garmisch-Partenkirchen machte ihrem Ruf als Topfavoritin alle Ehre. Mit 0,67 Sekunden Vorsprung Platz eins für Lara Gut. Es war ihr dritter Sieg im dritten Super-G der Saison und ihr 22. Weltcup-Triumph. Damit steht die Schweizerin jetzt auf Platz 20 der ewigen Bestenliste.

Eigentlich hatte Viktoria Rebensburg gehofft, Lara Gut in Bayern Konkurrenz zu machen. Doch die Deutsche verpasste ein Tor und schied aus. Auf Rang zwei fuhr überraschend Stephanie Venier. Sie sicherte Österreichs Skidamen den ersten Podestplatz der Saison.

Tina Weirather aus Liechtenstein schaffte es als dritte Skiläuferin aufs Siegertreppchen. Nur 0,19 Sekunden trennten die 27-Jährige von Platz zwei.

Lara Gut zeigte in den sozialen Medien, wie glücklich sie über ihren Sieg ist. Genau wie Lindsey Vonn, die am Tag zuvor in der Abfahrt die Schnellste war.

Zuvor hatte die Amerikanerin 322 Tage pausieren müssen. Schuld daran Verletzungen am Schienbein und am Arm. Aber sie ist zurück und hat sechs Tage nach ihrem Comeback gleich mal die Abfahrt von Garmisch gewonnen. Tessa Worley, Skirennläuferin aus Frankreich, erklärt uns warum die Amerikanerin die Königin der Geschwindigkeit ist:

“Ich denke, sie ist so stark, weil sie sehr engagiert fährt. Das heißt nicht, dass sie die Hügel wie eine Verrückte runterspringt oder zu waghalsig in die Kurven geht. Sie konzentriert sich ganz auf die Technik, das Skifahren an sich. Sie versucht in jeder Kurve mehr Geschwindigkeit aufzunehmen, benutzt ihr Material, um so schnell wie möglich fahren zu können. Es stimmt, dass beim Abfahrtski durch den Hang und die Piste natürlicherweise schon eine extreme Geschwindigkeit entsteht. Aber wir müssen durch den richtigen Einsatz der Skier noch mehr Geschwindigkeit erzeugen. Und das macht Lindsey Vonn sehr gut. Sie fürchtet sich vor nichts und versucht jedes Mal noch schneller zu werden.”

Jean-Claude Killy, der “Ski-Napoleon”

Alle großen Skifahrer haben zumindest einmal in Kitzbühel gewonnen. So wie in letzter Zeit Matthias Mayer den Super-G, Dominik Paris die Abfahrt und Marcel Hirscher den Slalom. Schon lange Zeit vor ihnen triumphierte Jean-Claude Killy im Mekka des Skis – gleich zwei Tage in Folge.

Unantastbar, das Wort, das Jean-Claude Killy im Jahr 1967 wohl am besten beschreibt. Zwölf von 17 Weltcup-Rennen entschied der Skifahrer aus Val d’Isère für sich, allein sechs davon im Januar. In Tirol gewann er erst die Abfahrt, dann den Slalom. 1968 setzte der sogenannte “Ski-Napoleon” noch einen oben drauf, holte sich seine zweite Kristallkugel und drei Goldmedaillen während der Olympischen Spiele in Grenoble. Das reichte ihm dann aber auch. Im Alter von nur 25 Jahren beendete Jean-Claude-Killy seine glorreiche Skikarriere.

Nach dem Sieg der deutschen Teamspringer in Zakopane fand jetzt das Einzelspringen auf der polnischen Großschanze statt. Und auch hier legte Deutschland als Team eine bemerkenswerte Leistung hin. Die Ränge zwei bis vier gingen an DSV-Adler. Für Platz eins reichte es nicht. Der Lokalmatador Kamil Stoch mit 131 Metern und insgesamt 287,4 Punkten einfach zu stark.

Hinter ihm auf Platz zwei sprang Andreas Wellinger 133 Meter weit. Auf Rang drei Richard Freitag. Der Rückenwind hatte sich wieder etwas gelegt, sodass der Sachse 134 bis 135 Meter für den Sieg gebraucht hätte. Am Ende wurden es 131.

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