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Brüssel vermittelt im Streit zwischen Serben und Kosovo

Die Beziehungen zwischen Serbien und Kosovo sind so schlecht wie seit Jahren nicht mehr.

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Die Beziehungen zwischen Serbien und Kosovo sind so schlecht wie seit Jahren nicht mehr. Mitte Januar sollte erstmals nach fast 20 Jahren ein Personenzug die Eisenbahnverbindung zwischen Serbien und Kosovo wieder aufnehmen, doch die Kosovoalbaner stoppten ihn.

Nun will die EU-Kommission, wie schon so oft, zwischen den beiden Nachbarn vermitteln. “Beide Seiten haben sich zum Dialog verpflichtet. Zu den eingegangenen Verpflichtungen zählt auch die Umsetzung der erzielten Abkommen”, so die Sprecherin des Aussenamts der EU, Maja Kocijancic. Am Dienstagabend werden die Staats- und die Regierungschefs beider Länder in Brüssel erwartet.

Das vor allem von Albanern bewohnte Kosovo war früher eine Provinz Serbiens, hatte sich 2008 aber für unabhängig erklärt.

“Die EU muss die Lage entspannen”, sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow. “Die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung darf nicht eingeschränkt werden. Auch sollte es im Norden Kosovos, der von Serben bewohnt wird, keine albanischen Sicherheitskräfte geben.”

Der Zug aus Belgrad trug die serbischen Nationalfarben und in mehreren Sprachen die Aufschrift “Kosovo ist Serbien”. Der von Russland gekaufte Zug trug auch weitere umstrittene Symbole.

Sowohl Serbien als auch Kosovo bemühen sich um den Beitritt zur EU.