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Burns Night: Wie die Schotten ihren Nationaldichter feiern


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Burns Night: Wie die Schotten ihren Nationaldichter feiern

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Zu Ehren ihres Nationaldichters Robert Burns feiern die Schotten an dessen Geburtstag (25. Januar) die Burns Night.

Im Rahmen des Festes wird das Burns Supper zelebriert. Der Überlieferung nach wurde dieses Fest erstmals 1801, also fünf Jahre nach Burns’ Ableben, von einigen seiner Freunde begangen, um des Wirkens des Schriftstellers zu gedenken. Wie damals besteht das Burns Supper unter anderem aus einer Mahlzeit mit typisch schottischen Speisen, dem Rezitieren einiger Werke des Dichters und einer Rede, in der das Schaffen und die Bedeutung Burns’ thematisiert werden. Diese Rede wird heute Immortal Memory genannt.

Wer war Robert Burns?

“Unser Nationaldichter hatte ein seltenes Talent, sich in andere hineinzuversetzen und die universellen Gefühle des Lebens zum Ausdruck zu bringen”, heißt es auf der Webseite von Schottlands nationaler Fremdenverkehrsorganisation.

1759 wurde er im Küstenort Alloway im Südwesten Schottlands geboren, als Jugendlicher blitzte sein schriftstellerisches Talent auf, im Alter von 27 Jahren schaffte er mit der Veröffentlichung des Gedichtbandes Poems, Chiefly in the Scottish Dialect den Durchbruch. Burns hatte zwölf Kinder. Er starb im Alter von nur 37 Jahren.

“Die schottische Literatur beginnt zwar nicht mit Robert Burns, betrat mit seinen zahlreichen Gedichten, Liedern und politischen Texten erstmals die international Bühne”, schreibt schottlandinfos.de über die kulturelle Bedeutung des Schriftstellers.

Ein Zitat des schottischen Philologen John Stuart Blackie, der zwischen 1809 und 1895 lebte, unterstreicht Burns’ Stellenwert: “Wenn Schottland Burns vergisst, dann wird die Geschichte Schottland vergessen.”

Was ist Haggis?

Die Speise wird traditionell beim Burns Supper gereicht. Sie gilt als schottisches Nationalgericht. Haggis ist eine breiartige Masse aus Fleisch (verwendet werden unter anderem Leber, Zunge, Herz und Lunge), Haferflocken und Zwiebeln. Diese wird nach alter Sitte in einem Schafsmagen gekocht. Dazu werden oft Kartoffeln und Rüben gereicht. Der Haggis-Hersteller MacSween of Edinburgh nennt die Speise “ein kulinarisches Prunkstück”. Das Gericht wird in der Burns Night gegessen, um an ein Werk des Dichters (Address to a Haggis) zu erinnern, in dem er das Gericht schwärmerisch abfeiert. Die erste Strophe des Gedichtes lautet in deutscher Übersetzung (burnsnight.de zufolge):

Schön dich zu sehen, altes Fettgesicht,
mächtiger Clanchef der Pudding-Rasse!
Über allem Anderen thronst du,
Magen, Därm’, gar Knorpel und Bindegeweb´:
Klar, bist du ‘nen Ehrentoast wert,
So lang wie mein Arm.




Welches sind Burns bekannteste Werke?

Tae a Moose, on Turning Her Up in Her Nest with the Plough thematisiert das Verhältnis des Menschen zur Natur. Es erzählt von einem Mann, der ohne böse Absicht ein Mäusenest in Mitleidenschaft gezogen hat, als er sein Feld mit einem Pflug bearbeitet.

Das Gedicht A Red, Red Rose aus dem Jahr 1794 beschreibt ein endlose Liebe.

Ob das Gedicht Auld Lang Syne tatsächlich aus Burns’ Feder stammt oder ob er das Werk übernahm und umschrieb, ist umstritten. Zur Melodie eines Volksliedes wird es in Großbritannien an Silvester gesungen.

Tam o’ Shanter entstand 1790. Es beschreibt einen Mann, dem im Alkoholrausch Gestalten erscheinen.

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