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Terror und Dürre um den Tschadsee: 11 Millionen Menschen drohen zu verhungern


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Terror und Dürre um den Tschadsee: 11 Millionen Menschen drohen zu verhungern

In den ehemals von der radikalislamischen Boko Haram kontrollierten Gebieten droht eine Hungersnot. Etwa elf Millionen Menschen in Nigeria, Kamerun, dem Tschad und Niger sind nach UN-Angaben seit der Vertreibung der Dschihadisten auf Hilfe angewiesen. Mehr als 7 Millionen Menschen leben von nur einer Mahlzeit am Tag. Die Vereinten Nation klagen über fehlende Geldmittel:

“Im Moment haben wir 515.000 Kinder im Tschadbecken, die schon jetzt oder in Kürze ernstlich und akut unterernährt sind. Wenn ihnen nicht rechtzeitig geholfen wird, werden sie sterben”, warnte der UN-Nothilfekoordinator für den Sahel, Toby Lanzer, am Montagabend in New York (Ortszeit).

Im vergangenen Jahr hatte die nigerianische Armee größere Teile der nördlichen Bundesstaaten von der radikal-islamischen Miliz Boko Haram zurückerobert. Die Islamisten hatten weite Teile der Region über Jahre besetzt gehalten. Mehr als 2 Millionen Menschen sind seit 2009 entwurzelt worden, mehrere Hunderttausend starben auf der Flucht.





Durch eine anhaltende Dürre wird die Lage weiter verschärft.

Auf einer internationalen Geberkonferenz in der norwegischen Hauptstadt Oslo soll Ende Februar um dringend benötigte Geldmittel geworben werden. 2016 erhielt die UN nur für 52 Prozent der erforderlichen Mittel Zusagen von Geberländern.

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