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Spannungen zwischen Kosovo und Serbien halten an


Redaktion Brüssel

Spannungen zwischen Kosovo und Serbien halten an

Nach dem Streit um einen an der Grenze zum Kosovo gestoppten Zug aus Serbien bleibt das Verhältnis zwischen Pristina und Belgrad weiterhin angespannt. Zwar kam die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Dienstagabend mit den Staats- und den Regierungschefs beider Seiten zusammen, doch noch zeigt der Vermittlungsversuch in Brüssel keinen Erfolg. “Ich hoffe, dass die gegenseitigen Beschuldigungen in den nächsten Stunden und Tagen abnehmen werden und dass wir uns alle stärker darum bemühen, die Probleme zu lösen, die auf dem Tisch liegen”, so Mogherini.

Die frühere serbische Provinz Kosovo hatte 2008 ihre Unabhängigkeit erklärt, die von Belgrad jedoch nicht anerkannt wird.

Auslöser des jüngsten Streits war der Versuch, nach mehr als zwei Jahrzehnten die Eisenbahnverbindung zwischen den beiden Staaten wieder aufzunehmen. Der von Russland gekaufte Zug trug die serbischen Nationalfarben und in mehreren Sprachen die Aufschrift: Kosovo ist Serbien. Die kosovoalbanische Polizei stoppte ihn.

Im Norden des Landes, an der Grenze zu Serbien, lebt die serbische Minderheit, die dort eine Mehrheit bildet. Die Stadt Mitrovica ist geteilt.

Der Konflikt zwischen Serbien und Kosovo geht auf auf die nationalistische und aggressive Politik Belgrads unter Slobodan Milosevic zurück, was 1999 zu einem Krieg führte.

Sowohl das Kosovo als auch Serbien streben den EU-Beitritt an.

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