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Bundestag dehnt Bundeswehr-Einsätze im Irak und in Mali aus


Deutschland

Bundestag dehnt Bundeswehr-Einsätze im Irak und in Mali aus

Der deutsche Bundestag hat die Bundeswehreinsätze in Mali und im Irak ausgedehnt und verlängert. So bleiben Bundeswehrsoldaten für ein weiteres Jahr zur Ausbildung kurdischer Kämpfer im Nordirak. 444 von 557 Abgeordneten stimmten für eine Fortsetzung der Mission.

Seit gut zwei Jahren bilden rund 150 Bundeswehrsoldaten im Irak kurdische Peschmerga-Kämpfer aus, die dort gegen die Dschihadistenmiliz IS vorgehen sollen.

Unmittelbar vor dem Irak-Votum hat der Bundestag auch den Einsatz in Mali ausgedehnt. 498 von 556 Parlamentariern waren dafür, dass statt maximal 650 deutschen Soldaten – wie bisher – künftig bis zu 1000 Einsatzkräfte in Mali sein können. 55 Abgeordnete stimmten gegen den Einsatz, drei Parlamentarier enthielten sich. (Hier gelangen Sie zum Abstimmungsergebnis).

Die UN-Mission in dem westafrikanischen Land gilt als derzeit gefährlichster Einsatz der deutschen Truppe. Gruppierungen wie Al-Kaida terrorisieren den Norden Malis schon lange.

In der ehemaligen Rebellenhochburg Gao ist die Bundeswehr bereits jetzt für die Aufklärung mit Drohnen zuständig. Jetzt kommen Kampf- und Transporthubschrauber für die Rettung von Verletzten dazu.