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Frankreich: Präsidentschaftsbewerber François Fillon bestreitet erneut Vorwürfe


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Frankreich: Präsidentschaftsbewerber François Fillon bestreitet erneut Vorwürfe

François Fillon hat erneut die Vorwürfe gegen ihn in seinem Wahlkampf bestritten.

Fillon will im Frühjahr für Frankreichs Konservative Staatspräsident werden; bisher galt er als der aussichtsreichste Bewerber.

Die Vorwürfe beziehen sich vor allem auf stattliche Gehälter, die Fillon früher als Parlamentsabgeordneter seiner Frau als Mitarbeiterin gezahlt haben soll.

Laut dem Zeitungsbericht in “Le Canard Enchaîné”, der alles ausgelöst hat, hat Fillons Frau für das Geld aber nicht gearbeitet. Auch Fillons Nachfolger auf dem Abgeordnetenposten habe sie bezahlt, danach wieder Fillon selber.

Fillon beschwerte sich nun vor Anhängern, dass die Vorwürfe ausgerechnet kurz vor der Präsidentenwahl kämen. Außerdem wünschte er, man möge seine Frau aus der Sache herauslassen.

Konkret will sich Fillon zu den Vorwürfen aber nur gegenüber der Justiz äußern. In der Sache laufen jetzt Vorermittlungen. Fillon hat angekündigt, bei einer Anklage werde er seine Kandidatur aufgeben.

Laut einer neuen Umfrage müsste Fillon um seinen bisher sicher geglaubten Einzug in die Stichwahl am 7. Mai fürchten. Sollte er es schaffen, würde er diesen zweiten Wahlgang allerdings weiterhin gewinnen, wenn auch inzwischen mit kleinerem Vorsprung auf die Front-National-Bewerberin Marine LePen.

Die Umfrage wurde Donnerstag und Freitag durchgeführt, also direkt nach dem “Canard-Enchaîné”-Artikel.

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