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Großbritannien: Massendemonstrationen gegen Trumps Einreiseverbot


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Großbritannien: Massendemonstrationen gegen Trumps Einreiseverbot

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Mehrere zehntausende Menschen haben am Montagabend in London, Edinburgh und anderen Städten Großbritanniens gegen das umstrittene US-Einreiseverbot demonstriert. Vor dem Regierungssitz in der Londoner Downing Street brachten Tausende Demonstranten mit ihren Schildern und Bannern den Verkehr zum Erliegen.

“Ich glaube es ist wundervoll, dass so viele Menschen zusammenkommen, um ihre Abscheu gegenüber dem was Donald Trump macht, auszudrücken”, sagte ein Demonstrant. Eine andere Demonstrantin betonte: “Wir finden nicht richtig, was Trump macht und werden dafür nicht eintreten.”





Inzwischen hat eine Online-Petition gegen den geplanten Staatsbesuch von Trump in Großbritannien mehr als 1,7 Millionen Unterschriften erreicht.

Das Unterhaus muss über eine Petition beraten, sobald sie mehr als 100.000 Unterzeichner hat.

Als Begründung gegeben die Initiatoren der Online-Petition an, dass “Donald Trumps gut dokumentierter Frauenhass und seine Vulgaritäten ihn disqualifizieren von Ihrer Majestät der Queen oder dem Prinzen von Wales empfangen zu werden”. Das umstrittene US-Einreiseverbot ist nicht Bestandteil der Petition.





Eine Gegenpetiton für den Staatsbesuch von Trump haben inzwischen gut 130.000 Menschen unterzeichnet.

In einer Meinungsumfrage für den britischen Fernsehsender Skynews sprachen sich 34 Prozent der Befragten für einen vergleichbares britisches Einreiseverbot für Muslime aus, 49 Prozent lehnten dies ab.

Der ehemalige beamtete Staatsekretär im britischen Außenministerium Lord Ricketts warf Premierministerin Theresa May vor, die Queen in eine “schwierige Lage” gebracht zu haben. Die Einladung an Trump sei “voreilig und beispiellos” gewesen. Nie zuvor sei ein US-Präsident in seinem ersten Amtsjahr zu einem Staatsbesuch nach Großbritannien eingeladen worden.

May hatte Trump bei ihrem Besuch in den USA im Namen von Queen Elizabeth II. zum Staatsbesuch nach London eingeladen, der US-Präsident nahm an. Die Premierministerin war als erster ausländischer Staatsgast von Trump im Weißen Haus empfangen worden. Kurz danach unterzeichnete Trump seine umstrittene Verordnung, die Bürgern aus sieben mehrheitlich muslimischen Staaten eine Einreise in die USA verwehrt.

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