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Amnesty wirft philippinischem Präsidenten Duterte Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor


Philippinen

Amnesty wirft philippinischem Präsidenten Duterte Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor

Amnesty International wirft dem philippinischen Staatspräsidenten Rodrigo Duterte wegen seines harten Vorgehens gegen den Drogenhandel Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Nach einem am Dienstag veröffentlichten Amnesty-Bericht wurden in den bislang sieben Monaten der Amtszeit Dutertes mehr als 2500 Menschen von der Polizei getötet.

“Ein hoher Polizeibeamter berichtete uns, es gebe eine Belohnung für die Tötung von Rauschgiftsüchtigen. Seinen Angaben zufolge beträgt sie umgerechnet zwischen 150 und 280 Euro. Er sagte, wenn niemand getötet wird, gibt es nichts”, sagte Amnesty-Aktivist Wilnor Papa bei der Vorstellung des Berichtes in Manila.

Amnesty appellierte an Duterte, alle “außergerichtlichen Hinrichtungen” sofort zu stoppen. Andernfalls müsse sich der Internationale Strafgerichtshof damit befassen.

Duterte steht wegen seines Drogenkriegs auch international in der Kritik. Am Montag hatte der Polizeichef der Philippinen, Ronald dela Rosa, die Auflösung von berüchtigten Anti-Drogen-Einheiten bekanntgegeben. Zudem soll intern hart gegen korrupte Beamte vorgegangen werden. Auslöser war der Fall eines südkoreanischen Geschäftsmanns, der vermutlich von Polizisten entführt und dann getötet wurde.

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