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Budapest: Protestkundgebung gegen Putin-Besuch in Ungarn


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Budapest: Protestkundgebung gegen Putin-Besuch in Ungarn

Einige Hundert Demonstranten haben in der ungarischen Hauptstadt Budapest bei einer Kundgebung der Oppositionspartei Együtt gegen den Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin protestiert.

Bei Putins Zusammkunft mit Ministerpräsident Viktor Orban geht es unter anderem um den Ausbau des ungarischen Atomkraftwerks Paks mit Hilfe russischer Technik und Kredite.

Die Demonstranten warfen Orban aber vor, von Putin zunehmend auch den autokratischen Regierungsstil und Methoden zur Gängelung der Presse zu importieren.

“Ich glaube nicht, dass wir uns dem Osten zuwenden sollten, hin zu einem Land, in dem die Demokratie überhaupt nicht funktioniert”, sagt eine junge Teilnehmerin der Demonstration. “Wir sollten uns statt dessen zur Demokratie hinbewegen, aber das tun wir im Moment nicht.”

Es ist der zweite Besuch Putins in Ungarn innerhalb von zwei Jahren. Orban gehört in der EU zu den schärfsten Kritikern der Sanktionen gegen Russland.

Die beiden Spitzenpolitiker blieben von der Demonstration relativ ungestört. Euronews-Reporterin Andrea Hajagos: “Die Kundgebung war eigentlich vor dem Parlamentsgebäude geplant, um Wladimir Putin die Pfiffe hören zu lassen. Wegen strikter Straßensperren kam die Menge dann aber nur auf etwa 700 Meter ans Parlament heran.”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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