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"Schlimmstes Telefonat": Wurde Trump gegenüber australischem Regierungschef ausfällig?


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"Schlimmstes Telefonat": Wurde Trump gegenüber australischem Regierungschef ausfällig?

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US-Präsident Donald Trump wird die von ihm heftig kritisierte Übereinkunft mit Australien über die Aufnahme von 1250 Bootflüchtlingen einhalten. Dies habe ihm Trump während eines Telefongesprächs am Samstag zugesichert, erklärte der australische Premierminister Malcom Turnbull in einem Interview mit dem australischen Rundfunksender 3AW.

Allerdings erklärte Trump mehrere Tage nach dem Telefonat im Kurznachrichtendienst twitter, er werden diesen “dämlichen Deal überprüfen”.





Wie die Washington Post am Donnerstag berichtete, kam es bei dem Telefonat mit Turnbull zu einem Eklat. Trump sei ausfällig geworden und habe nach 25 Minuten des auf eine Stunde angesetzten Gespräch einfach aufgelegt. Es sei “bei weitem das schlimmste Telefonat” gewesen, soll Trump seinem Gesprächspartner gesagt haben, berichtete die Post.

Trunbull erklärte gegenüber 3AW, dass das Gespräch 25 Minuten gedauert habe und “höflich endete”. Trump habe den Hörer nicht einfach aufgelegt. Er sei enttäuscht, dass Einzelheiten des Gesprächs in Washington an die Öffentlichkeit gekommen seien.



Sky News Australia meldet: Trump schrie Turnbull an

Zu weiteren Inhalten des Gesprächs wollte sich der Premier am Donnerstag (Ortszeit) vor Journalisten im Großraum Melbourne nicht äußern. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern seien sehr eng, sagte er.

“Ich schätze Ihr Interesse, aber es ist besser, wenn diese Dinge, diese Unterhaltungen offen und vertraulich sind. Falls Sie Berichte darüber sehen, werde ich sie nicht kommentieren”, sagte Turnbull in Dandenong South, einem Vorort der Millionenmetropole Melbourne. “Die Australier kennen mich sehr gut. Ich stehe für Australien ein, ob öffentlich oder nicht öffentlich”, fügte Turnbull an.

Unter Präsident Obama hatten die USA zugesagt, 1250 Bootsflüchtlingen aufzu nehmen, die Australien in Aufnahmezentren im Inselstaat Nauru und auf der Insel Manus in Papua-Neuguinea festhält. Darunter sind auch Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern, für die Trump einen Einreisestopp verhängt hat. Im Gegenzug nimmt Australien Migranten aus El Salvador, Guatemala und Honduras auf.

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