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Krawalle in Berkeley: Polizei muss rechtspopulistischen Blogger in Sicherheit bringen

Auf dem Campus der Universität von Kalifornien in Berkeley ist es wegen des Auftritts eines rechtspopulistischen Bloggers zu schweren Ausschreitungen gekommen.

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Krawalle in Berkeley: Polizei muss rechtspopulistischen Blogger in Sicherheit bringen

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Auf dem Campus der Universität von Kalifornien in Berkeley ist es am Mittwochabend (Ortszeit) zu schweren Ausschreitungen gekommen. Mehrere tausende Menschen demonstrierten gegen den Auftritt des umstrittenen Bloggers und Trump-Anhängers Milo Yiannopoulos. Die Polizei schritt ein, als Demonstranten Feuer legten, Scheiben einschlugen und Absperrungen niederrissen.

Meinung

Diese Leute wollen niemals diskutieren, weil sie Angst haben, zu unterliegen

Milo Yiannopoulos Breitbart News

Yiannopolus beschreibt sich selbst als schwulen, libertär-konservativen Povokateur. Er arbeitet für das rechtspopulistische US-Nachrichtenportal Breitbart News.



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Die Demonstranten sind der Auffassung, dass ihre Aktion keinen Angriff auf Meinungs- und Redefreiheit darstellt:

“Natürlich ist es wichtig auch die Meinung der anderen Seite zu hören, aber Milo repräsentiert sie nicht und er wird für politische Instabilität in der Bevölkerung und in der Universität sorgen. Diese Leute müssen erkennen, dass Milo nicht die richtige Person ist, um auf dem Campus seine Meinung auszudrücken”, sagt ein Demonstrant.

Der Auftritt von Yiannopoulos vor der republikanischen Studentengruppe von Berkeley musste abgesagt werden.

“Dies ist keine stolze Nacht für diesen Campus, der Heimat der Redefreiheit”, erklärte Universitätssprecher Dan Mogulof. Die Krawalle hätten die republikanische Studentengruppe von Berkley daran gehindert ihre verfassungsmäßigen Rechte auszuüben.

Nachdem Yiannopolous von der Polizei aus dem von den Demonstranten belagerten Gebäude in Sicherheit gebracht worden war, sagte er dem konservativen Nachrichtensender FOXNews:

“Natürlich ist das ein liberaler Campus, also hassen sie Libertäre und Konservative, die es wagen ihre Meinung auf ihrem Campus zu sagen. Diese Leute wollen niemals diskutieren, weil sie Angst haben, zu unterliegen. Sie haben die Fakten nicht auf ihrer Seite und seit 30 Jahren schikanieren Linke die Menschen und bringen sie zum Schweigen, indem sie sie verleumden. Sie haben vergessen, wie man argumentiert”, sagte Yiannopolous.

Bereits Mitte Januar hatten Demonstranten eine Veranstaltung mit Yiannopoulos auf dem Campus der Universität von Kalifornien in Davis gestürmt und ihn am Reden gehindert.

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