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Neun Jahre altes Interview belastet Fillon


Frankreich

Neun Jahre altes Interview belastet Fillon

In Frankreich hat es der Präsidentschaftskandidat der bürgerlichen “Republikaner”, François Fillon, abgelehnt, seine Kandidatur zurückzuziehen. Der als Saubermann angetretene Fillon steht wegen der Scheinbeschäftigung seiner Ehefrau unter Druck.

“Ich werde bei dieser Präsidentschaftswahl antreten, denn ich stehe für die einzige Politik, die dieses Land verändern kann”, erklärte Fillon nach einer Krisensitzung seiner Partei. Dabei hatte die Mehrheit ihre Unterstützung für Fillon bekundet.



Abgeordneter Georges Fenech startet Petition gegen Fillon

Es gab aber auch offenen Widerspruch: “Ich glaube das Vorwahlergebnis ist heute obsolet, weil etwas Unvorhergesehenes geschehen ist”, meinte der republikanische Abgeordnete Georges Fenech.

69 Prozent der Befragten haben sich in einer Meinungsumfrage dafür ausgesprochen, dass Fillon seine Kandidatur aufgeben soll. Als Ersatz sehen sie den ehemaligen Premierminister Alain Juppé, der in der Stichwahl um die Kandidatur der “Republikaner” Fillon unterlegen war.

Fillon wird vorgeworfen, als Abgeordneter seine Ehefrau zum Schein als Assistentin angestellt und so nahezu eine Million Euro in die Familienkasse geschleust zu haben. In einem jetzt aufgetauchten Video-Interview mit dem SUNDAY TELEGRAPH aus dem Mai 2007 sagte Penelope Fillon. “Ich bin niemals seine Assistentin gewesen, oder was auch immer in der Art”.





Der staatliche Fernsehsender France 2 will am Donnerstagabend (20.55 Uhr MEZ) Auszüge aus dem Interview ausstrahlen.

In dem online zugänglichen "TELEGRAPH"-Text von damals finden sich die inkriminierenden Passagen allerdings nicht.

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