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Russlands "Hobbit" und seine Untergrund-Bücherei

Vor fünf Jahren war Juri Alexejew noch Anwalt in Moskau.

Dann beschloss er, auszusteigen. Heute lebt er in den Wäldern bei Moskau in einer Hütte unter der Erde. Deren runder Eingang brachte ihm den Beinamen “Hobbit” ein. Auch wenn er sich lieber als “Alice im Wunderland” bezeichnen lassen würde. Sein treuer Gefährte in der Hütte ist “Petruschka”, ein weißes Kaninchen. Regelmäßig stattet ihm außerdem seine Freundin aus Moskau einen Besuch ab.

Wenn er nicht gerade Holz hackt, Feuer macht, sein Kaninchen streichelt oder im Schnee herumstreift, dann surft Juri in den sozialen Netzwerken. Und vergibt Bücher über das Online-Bücher-Netzwerk BookCrossing. 4.500 Bücher habe er im Vorrat. Die Bücher kann man auch in seiner unterirdischen Hütte in seiner “Free Library” ansehen. Eins sei sogar an einen Leser nach Brasilien gegangen, berichtet er stolz.

Der Aussteiger unterstützt außerdem aktiv den russischen Oppositionellen Alexej Navalny, nicht nur mit einem großen Schild vor seiner Hütte, sondern auch mit Petitionen. Insofern halten die Sicherheitsbehörden ein Auge auf den Einsiedler, der keineswegs so abgeschieden lebt, wie man glauben könnte…

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