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Auch toll... Polen protestieren gegen #GermanDeathCamps und ZDF, Amerikanerin trägt Haustier im Ohr und Fußball-Fans verbannen Frauen in die Küche


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Auch toll... Polen protestieren gegen #GermanDeathCamps und ZDF, Amerikanerin trägt Haustier im Ohr und Fußball-Fans verbannen Frauen in die Küche

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Jeden Freitag gibt’s bei euronews interessante Geschichten, die während der Woche “übersehen” wurden, aber “auch toll” sind .


Protest gegen ZDF: Werbetafel mit Hitler-Frisur tourt durch Europa

Der Streit um die Bezeichnung von Konzentrationslagern geht zurück auf den Sommer 2013, doch noch immer erhitzt er die Gemüter. Jetzt soll eine sechs Meter lange Werbetafel mit einem Foto vom Eingang des Vernichtungslagers Auschwitz und einer darüber montierten Hitler-Frisur noch einmal auf das Thema aufmerksam machen.

Die polnische Stiftung für die Traditionen von Stadt und Land hat das Plakat angefertigt, auf dem das ZDF zu einer Entschuldigung aufgefordert wird. Der deutsche Fernsehsender hatte in einer Ankündigung für eine Dokumentation über die Befreiung von KZs durch die Rote Armee von den “polnischen Vernichtungslagern Majdanek und Auschwitz” gesprochen. Der polnische Holocaust-Überlebende Karol Tendera klagte dagegen und bekam im vergangenen Dezember in zweiter Instanz von einem Gericht in Krakau Recht. Auch die polnische Regierung hat sich immer wieder dagegen gewehrt, dass Polen durch ähnliche Formulierungen in Zusammenhang mit den Verbrechen der Hitler-Zeit gebracht werde und darauf hingewiesen, dass die Nazis Polen besetzt hatten.

Das ZDF war im Dezember dazu verurteilt worden, sich mit einer Anzeige auf seiner Homepage zu entschuldigen. Mehrere polnische Organisationen und Tendera werfen dem Zweiten Deutschen Fernsehen jedoch vor, die Anordnung des Gerichts nicht vollständig umgesetzt zu haben. So sei das Entschuldigungsbanner unter anderem nicht auf der wichtigsten Website des Senders erschienen. Zudem sei auf den Entschuldigungstext nur verlinkt worden, anstatt ihn direkt sichtbar zu posten. AktivistInnen starteten eine Kampagne in den sozialen Medien. Nach Angaben des ZDF gab es unter den Hashtags #GermanDeathCamps #GermanNotNazi #GermanNotPolish zahlreiche Posts auf den Facebook-Seiten des Senders. Das Medium ließ sie entfernen.

ZDF entschuldige dich!”, steht auf der mobilen Werbetafel, die jetzt durch mehrere Länder Europas touren soll. Nach Angaben eines polnischen Radiosenders wird die Kampagne im polnischen Wroclaw starten. Anschließend soll das Plakat durch Deutschland bewegt werden, unter anderem vor den ZDF-Hauptsitz in Mainz. Schließlich soll es nach Belgien und Cambridge gebracht werden. Insgesamt ist eine Route von 1600 Kilometern geplant.


“Männer ins Stadion, Frauen in die Küche”: Kritik an Fußball-Fans aus Lyon

Das Frauenteam des französischen Fußballvereins Olympique Lyonnais (OL) ist im Gegensatz zur Männermannschaft des Klubs absolute Weltspitze – für einige Fußballfans des Klubs gehören Frauen jedoch immer noch nichts in Stadion, sondern in die Küche. Das lässt sich zumindest an den Bannern ablesen, die im Lyoner Stadion am vergangenen Samstag aufgespannt wurden und für großen Protest sorgten.

“Könnt ihr mir erklären, was es mit diesen Banderolen auf sich hat?”, fragte die OL-Spielerin und Kapitänin der Nationalmannschaft Wendie Renard die verantwortlichen Fans auf Twitter. Diese saßen in dem für Lyon-Unterstützer reservierten Block. Neben Renard protestierten viele weitere Fans und Spielerinnen auf Twitter. Vereinspräsident Jean-Michel Aulas kündigte an, den Verantwortlichen zu verklagen. Es handele sich um eine Person, die man habe identifizieren können, schrieb er in einem Tweet, der mittlerweile nicht mehr in seinem Profil zu finden ist. Der Fußballverein Lille OSC, den Lyon beim betreffenden Spiel empfangen hatte, kündigte an, Frauen beim nächsten Heimspiel freien Eintritt zu gewähren.

Der Radiosender Europe 1 berichtete, dass einige OL-Fans die umstrittene Aktion verteidigten. Die Banderolen seien ironisch gemeint gewesen und spielten auf Äußerungen des Beraters von OL-Präsident Jean-Michel Aulas an, Bernard Lacombe. Der hatte 2013 für Aufsehen gesorgt, als er einer Hörerin, die sich über einen ehemaligen Schützling von ihn aufregte, bei einem Auftritt im Radio entgegnete: “Ich rede nicht mit Frauen über Fußball, so bin ich eben. Die sollten sich um ihre Töpfe kümmern, dann wäre alles viel einfacher.”


Amerikanerin trägt Haustier im Ohr

Ashley Glawe ist offensichtlich eine Schlangenliebhaberin, das ist ihren Facebook-Postings deutlich zu entnehmen. Die junge Frau aus Portland, Oregon postet Videos, in denen ihre Schlange Bert genüssliche eine weiße Maus verspeist. Ein paar Posts weiter unten ist zu sehen, dass Glawe mit Bert zum Arzt musste. Das Reptil hatte sich in ihrem Ohrloch “verfangen”, wie sie sagte. Sie habe die Schlange gehalten, die habe das Loch gesehen und habe sich sofort hineingewunden, ohne dass die Besitzerin etwas dagegen unternehmen konnte. Glawe machte das Beste daraus und schrieb auf Facebook: “Schlangenohrringe. Nur in Portland.” Bert konnte mithilfe eines kleinen Schnitts ins Ohr und Vaseline entfernt werden.


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Lyon erinnert an Flüchtlinge im Irak