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Le Pen und die EU: Geht das zusammen?


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Le Pen und die EU: Geht das zusammen?

Florian Philippot, Vizepräsident des Front National, erklärt am euronews-Mikrofon, welche Forderungen Marine Le Pen gegenüber der Europäischen Union stellen würde, sollte sie Staatspräsidentin werden:

“Sie wird in Brüssel sagen, dass die Bürger ihr den Auftrag gegeben haben und dass sie die Souveränität zurückholen wird, die man uns gestohlen hat – und zwar was das Geld, den Haushalt, unsere Grenzen und die Gesetzgebung angeht, denn die französischen Gesetze haben gegenüber den europäischen höhere Autorität”, so Philippot. “Und entweder sagt Brüssel: Ja, wir ändern die EU von Grund auf, dann würden wir vor einer Volksbefragung einen Verbleib empfehlen, denn dann wäre das keine Europäische Union mehr, sondern ein Europa mit freien und souveränen Nationen. Oder die EU sagt nein, dann würden wir vor einem Referendum sagen: Wir wollen die EU verlassen.”


Le Pen hat eine Liste mit 144 Zusagen aufgestellt, die im Falle eines Wahlsieges in die Tat umgesetzt werden sollen. Das Thema Frankreich und die EU ist dabei prominent vertreten.

“Frankreich sollte genauso wie Großbritannien aus der EU ausscheiden. Was den Euro betrifft: Da haben wir verloren, im Vergleich zum Franc ist er eine Katastrophe. Und das Schengen-Abkommen ist ebenfalls eine Katastrophe”, so eine Le-Pen-Anhängerin.

“Es war gesagt worden, Großbritannien werde bluten, doch das Land ist immer noch da und wirtschaftlich geht es anscheinend besser. Die Briten haben verstanden, wie man’s macht!”, meint ein Mann.

euronews-Reporterin Anne Devineaux kommentiert: “Nach dem Brexit glauben die Anhänger von Marine Le Pen mehr denn je an die Möglichkeit eines Frexit, denn ihnen erscheint der Sieg so erreichbar wie noch nie. Europa kann nichts Anderes tun, als fieberhaft auf den Ausgang der Präsidentschaftswahl zu warten.”

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