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Kindesmissbrauch: Über 4.400 Verdachtsfälle in katholischer Kirche Australiens

Im Bericht eines Untersuchungsgremiums ist von Geheimhaltung und Vertuschung die Rede

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Kindesmissbrauch: Über 4.400 Verdachtsfälle in katholischer Kirche Australiens

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In der katholischen Kirche in Australien hat es offenbar jahrzehntelang Fälle von Kindesmissbrauch gegeben.

Nach Angaben eines staatlichen Untersuchungsgremiums wurden zwischen 1980 und 2010 mehr als 4.400 Verdachtsfälle gemeldet, viele seien unter den Tisch gekehrt worden, sagte Gail Furness, die Justiziarin der Kommission.

“Die Kinder wurden missachtet oder – noch schlimmer – bestraft. Anschuldigungen wurde nicht nachgegangen, Priester wurden versetzt. Die Gemeinden, in die sie versetzt wurde, wussten nichts von ihrer Vergangenheit. Dokumente wurden nicht aufbewahrt oder sie wurden zerstört. Es gab Geheimhaltung und Vertuschung”, so Furness.

Zu den Beschuldigten gehören neben Priestern auch Ordensbrüder und Nonnen. Nach Angaben der Kommission waren die weiblichen Opfer zum Zeitpunkt des Missbrauchs durchschnittlich zehneinhalb, die männlichen Opfer elfeinhalb Jahre alt.