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Frankreich: Demonstrationen nach Gewaltvorwürfen gegen Polizisten


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Frankreich: Demonstrationen nach Gewaltvorwürfen gegen Polizisten

Ein mutmaßlicher Fall von Polizeigewalt macht in Frankreich Schlagzeilen: mehrere hundert Menschen beteiligten sich am Montag in einer Trabantenstadt bei Paris an einer Protestkundgebung unter dem Motto “Gerechtigkeit für Théo”. In der Nacht auf Dienstag eskalierten die Proteste in Aulnay-sous-Bois. 24 Verhaftungen wurden bestätigt. Autos brannten, Polizisten wurden mit Wurfgeschossen angegriffen. Schon in der Nacht zuvor kam es zu Ausschreitungen. Fünf Verdächtige wurden nach Polizeiangaben vorerst festgenommen.

Die französiche Justiz eröffnete gegen vier Ordnungshüter Ermittlungsverfahren, nachdem es bei der Festnahme eines 22-jährigen Mannes zu Gewalttätigkeiten gekommen sein soll. Der junge Farbige sei von den Beamten mit Faustschlägen und Hieben auf die Geschlechtsteile misshandelt worden, sie hätten ihn bespuckt und mit rassistischen Aussprüchen beleidigt. Gegen einen der Polizisten wird wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung ermittelt. Er soll dem Festgenommenen einen Schlagstock in den After gerammt und ihn dabei schwer verletzt haben. Der 22-Jährige erlitt auch Kopfverletzungen. Er liegt im Krankenhaus und wurde von einem Arzt für 60 Tage krankgeschrieben. Die Polizisten seien vom Dienst suspendiert worden, teilte Innenminister Bruno Le Roux mit.

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