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Kolumbien: Frieden auch mit ELN-Rebellen?

Unmittelbar vor Beginn von Friedensgesprächen haben die ELN-Rebellen in Kolumbien einen vor knapp zwei Wochen entführten Soldaten freigelassen.

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Kolumbien: Frieden auch mit ELN-Rebellen?

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Unmittelbar vor Beginn von Friedensgesprächen haben die ELN-Rebellen in Kolumbien einen vor knapp zwei Wochen entführten Soldaten freigelassen. Die letzte verbliebene Rebellengruppe sprach von einer “humanitären Geste des guten Willens”.

Ab Dienstagabend will die kolumbianische Regierung auf neutralem Boden in Ecuadors Hauptstadt Quito über die Bedingungen für eine Niederlegung der Waffen verhandeln. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos strebt nach über 50 Jahren bewaffneter Konflikte damit einen vollständigen Frieden in dem Land an. Seine Regierung hatte im Vorjahr nach vierjährigen Verhandlungen auf ebenfalls neutralem Boden in Kuba ein Friedensabkommen mit der größeren Guerillaorganisation Farc erreicht.

Die ELN (Ejército de Liberación) hat noch rund 1500 Mitglieder unter Waffen. Ein Abkommen mit der Gruppe ist wichtig, um zu verhindern, dass deren Kämpfer die Kontrolle über frühere Farc-Gebiete und den dortigen Drogenhandel übernehmen. Die Farc verfügt noch über rund 6000 Guerillas, die sich derzeit in mehreren Übergangszonen sammeln, um ihre Waffen endgültig abzugeben.