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25 Jahre EU: die Union in Zahlen

Am 7. Februar 1992 wurde der Vertrag von Maastricht unterzeichnet.

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25 Jahre EU: die Union in Zahlen

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Vor 25 Jahren, am 7. Februar 1992, wurde der Vertrag von Maastricht unterzeichnet, der Gründungsakt für die Europäische Union, die aus den Europäischen Gemeinschaften hervorging. 1993 trat der Vertrag in Kraft.

Das Jubiläum ist, gerade in den Wirren nach der Entscheidung über den Brexit, ein guter Anlass, sich die Fortschritte und Errungenschaften des vergangenen Vierteljahrhunderts in der EU näher anzusehen.

Der “Vertrag über die Europäische Union” (Maastricht-Vertrag) legte den Grundstein für die Währungsunion und die Gemeinschaftswährung, den Euro. Den Mitgliedsstaaten wurden klare Kriterien vorgegeben, wie sie ihre Volkswirtschaften für die Währungsunion in Form bringen müssen. Eine der Vorgaben ist, dass die gesamte Staatsverschuldung unter 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bleibt.

Doch haben, wie unsere erste Grafik zeigt, wenige Staaten dieses Ziel im vergangenen Vierteljahrhundert auch wirklich eingehalten.



Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ist ein Schlüsselindikator für den Wohlstand und die wirtschaftliche Stärke eines Landes. Es ist seit 1992 in den meisten Ländern stetig gewachsen, brach allerdings in vielen Fällen in Zeiten der Finanzkrise 2007 – 2008 mehr oder weniger ein. Griechenland und Irland gehören zu den Staaten, bei denen dies die Grafik gut veranschaulicht.



Und wie hat sich die Bevölkerung in Zeiten der Europäischen Union entwickelt? Einige der großen Volkswirtschaften haben einen deutlichen Bevölkerungszuwachs verzeichnet – Frankreich zum Beispiel fast zehn Millionen.

Rumänien hingegen verzeichnete einen Schwund, mitbedingt durch die Auswanderung, die durch seinen EU-Beitritt 2007 verstärkt wurde.



Die Lebenserwartung ist stetig in den unten als Beispiel ausgewählten EU-Staaten gestiegen. Für Bulgarien und Rumänien allerdings ging der statistische Durchschnittswert nach 2014 zurück.



Eins der Ziele des Maastricht-Vertrags war, einen hohen Beschäftigungsgrad zu erreichen. Jedoch sind, wie die Grafik zeigt, die Arbeitslosenquoten in Griechenland, Spanien und Portugal auf Rekordhöhe seit der Gründung der EU 1992.