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Papst fordert Kampf gegen Menschenhandel und Schutz der Rohingya

Anlässlich des “Internationalen Tages für Gebete und Reflexion gegen Menschenhandel” hat Papst Franziskus Regierungsverantwortliche in aller Welt aufgerufen, entschiedener gegen derartige Menschenrech

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Papst fordert Kampf gegen Menschenhandel und Schutz der Rohingya

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Anlässlich des “Internationalen Tages für Gebete und Reflexion gegen Menschenhandel” hat Papst Franziskus Regierungsverantwortliche in aller Welt aufgerufen, entschiedener gegen derartige Menschenrechtsverstöße vorzugehen.

Meinung

Sie haben jahrelang gelitten, sie wurden gefoltert und getötet - einfach, weil sie ihre Kultur und ihren muslimischen Glauben leben.

Franziskus Papst der katholischen Kirche

Laut den Vereinten Nationen werden Frauen und Männer gleichermaßen Opfer von Menschenhandel, sie leiden rund um die Welt vor allem unter Zwangsprostitution oder sklavereiähnlichen Zuständen.

“Ich rufe alle Menschen in Regierungspositionen auf, diese Plage beständig zu bekämpfen und unseren jüngeren Brüdern und Schwestern, deren Würde verletzt wurde, eine Stimme zu geben. Es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, dieses beschämende und nicht tolerierbare Verbrechen auszumerzen”, so Franziskus.

Gut eine Woche nach einem UN-Bericht über Massentötungen, systematische Vergewaltigungen und Vertreibungen der Rohingya durch Sicherheitskräfte in Myanmar rief Franziskus außerdem zum Schutz der muslimischen Minderheit des Landes auf.

“Sie haben jahrelang gelitten, sie wurden gefoltert und getötet – einfach, weil sie ihre Kultur und ihren muslimischen Glauben leben. Lasst uns für sie beten, für unsere Brüder und Schwestern der Rohingya.”

Der UN-Bericht enthielt auch Augenzeugenberichte über die Tötung von Säuglingen, Kindern, Frauen und alten Meschen, über Massenverhaftungen und die systematische Zerstörung von Nahrungsmittelvorräten.

Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi habe angekündigt, die Vorwürfe umgehend untersuchen lassen, so der Hohe Kommissar für Menschenrechte Zeid Ra’ad al-Hussein. Die Demokratieaktivistin war 2016 zur Regierungschefin des mehrheitlich buddhistischen Landes gewählt worden.

Papst Franziskus will dieses Jahr das benachbarte Bangladesch besuchen.