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Jazz und Politik - 67. Berlinale startet mit "Django"

Im Wettbewerb um die goldenen und silbernen Bären konkurrieren 18 Produktionen, darunter drei deutsche Filme.

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Jazz und Politik - 67. Berlinale startet mit "Django"

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Glamour, Sicherheitsvorkehrungen und Weltpolitik: Am Potsdamer Platz beginnt mit der Premiere des französischen Künstlerportäts “Django” die 67. Berlinale. Im Wettbewerb um die goldenen und silbernen Bären konkurrieren 18 Produktionen, darunter drei deutsche Filme.

Jury-Vorsitzender ist der niederländische Regisseur Paul Verhoeven

Die Jury kündigte an, trotz der angespannten Weltlage keine politischen Entscheidungen treffen zu wollen. Trotzdem bleiben die ersten Entscheidungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump auch unter Berlinale-Teilnehmern diskussionswürdig. Scott Roxborough von der Zeitschrift Hollywood Reporter Filmindustrie wird von Verunsicherung beeinflusst, von politischer Unsicherheit, die weltweit fast jeden erfasst hat. Das Filmgeschäft ist vor allem deshalb betroffen, weil es sich um eine weltumspannende Industrie handelt. Sie basiert auf Talenten, Waren und Dienstleistungen, die Landesgrenzen überschreiten. Das sehe ich jetzt bedroht durch politische Maßnahmen in den USA unter Präsident Donald Trump.”_

Zur Eröffnung des Festivals werden im Berlinale-Palast 1600 Besucher erwartet. Darunter prominente Filmschaffende wie Senta Berger, Iris Berben, Mario Adorf und Wim Wenders.

Erster Hingucker ist mit “Django” das Debüt-Werk des Franzosen Etienne Comar. Der Film handelt vom Schicksal des französischen Jazz-Gitarristen Django Reinhardt und seiner Flucht aus dem von Nazi-Deutschland besetzten Paris im Jahr 1943. Reinhardt gilt als einer der schillerndsten Vorreiter des europäischen Jazz und Begründer des Gypsy-Swing. Angehörige der Sinti wurden von den Nazis verfolgt. Reinhardt war Sohn französischsprachiger Sinti aus dem Elsass.

Im Vorjahr gewann der Italiener Gianfranco Rossi den Goldenen Bären für seine Flüchtlingsdokumentation “Feuer auf See”.