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Mein lieber Schwan! 500 Jahre Roboter im Science Museum


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Mein lieber Schwan! 500 Jahre Roboter im Science Museum

Roboter und ihre Bedeutung für den Menschen im Verlauf der Geschichte beleuchtet eine Ausstellung im Londoner Science Museum und blickt dafür 500 Jahre zurück.Von den ersten Spieluhren und Automaten über Science-Fiction-Fantasiegestalten bis zu humanoiden Assistenzrobotern, sind über 100 Exemplare zu sehen, darunter aktuelle Industrieroboter, die an der Seite Menschen arbeiten – oder ihn sogar ersetzen.

Ein Highlight der Schau ist “The Silver Swan”, ein Automat von 1773 in Form eines lebensgroßen silbernen Schwans, der den Hals streckt und kleine Fische fängt. Die Mechanik ist immer noch voll funktionsfähig.

Die Defintion des Roboters ist eben so wechselhaft, wie seine Geschichte, erklärt Kuratorin Ling Lee. “Roboter in Form automatisierter Wesen, die man programmieren kann, existieren bereits seit einigen Jahrhunderten. Wir lassen die Geschichte hier im Science Museum vor 500 Jahren beginnen, so alt sind unsere ältesten Exponate. Doch in der Literatur und den Archiven gibt es deutlich ältere Nachweise.”

Der Roboter als Ab- oder gar Ebenbild des Menschen ist ein Thema, das fasziniert und immer wieder in Science-Fiction-Filmen oder -Geschichten aufgegriffen wird.

Heutzutage erobern Roboter den Arbeitsplatz des Menschen. Sogenannte Cobots (collaborative robots) sind im Anmarsch, Roboter, die dafür konstruiert sind, dem Menschen bei präzisen Aufgaben zur Hand zu gehen.

Anna Darron, Kuratorin: “Wir laden den Besucher der Ausstellung dazu ein, sich Fragen zu stellen, wenn er die drei kooperativen Roboter hier sieht, die bereits an der Seite des Menschen in Fabriken arbeiten. Wie weit wollen wir Roboter in unseren Alltag eintreten lassen? Und wie viel Arbeit sollen sie uns abnehmen?”

Jahrelange Roboterforschung hat zu Modellen geführt, die dem Menschen immer ähnlicher sind. Den berühmten Turing-Test, der dazu dient festzustellen, ob eine Maschine über eine dem Menschen vergleichbare Intelligenz verfügt, besteht allerdings keines von ihnen. Noch nicht. Die Londoner Schau geht bis Anfang September.

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