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Thomas Cook kann den Sommer kaum erwarten


Wirtschaft

Thomas Cook kann den Sommer kaum erwarten

Für Europas zweitgrößten Reiseveranstalter Thomas Cook war der Winter bisher durchwachsen. Der Sommer lasse sich besser an: Bis jetzt lägen die Buchungen für die warmen Monate neun Prozent höher als vor einem Jahr, so der Konzern mit Marken wie Neckermann Reisen und Bucher Last Minute. 31 Prozent des Sommerangebots sei bereits verkauft. Eine starke Nachfrage für Griechenland-Reisen mache einen weiteren Rückgang bei den Türkei-Buchungen bisher mehr als wett.

Im Wintergeschäft konnte der Rivale des Marktführers Tui bisher insgesamt zwar ein Prozent mehr Gäste anlocken als im Vorjahr. Das Buchungsplus stammte allerdings einzig aus Großbritannien.

In Nord- und Kontinentaleuropa mit Deutschland als größtem Markt ging die Zahl der Gäste dagegen zurück, auch der durchschnittliche Reisepreis. Angesichts des unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds zeigte sich Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser weiter vorsichtig. Helfen soll dem Konzern das eingeleitete Sparprogramm bei der Fluglinie Condor.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember setzte Thomas Cook 1,6 Milliarden britischen Pfund um -1,9 Milliarden Euro – 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das lag aber vor allem am Absturz der britischen Währung. Der saisontypische operative Verlust blieb – Sonderposten herausgerechnet – mit 57 Millionen Euro stabil. Vor Steuern wuchs das Minus wegen gestiegener Finanzierungskosten von 136 Millionen auf 158 Millionen Euro.

Reiseveranstalter schreiben im Winter in der Regel Verluste, weil sie ihre Fixkosten nicht decken können. Ihre Gewinne fahren sie in der Hauptreisezeit im Sommer ein.

su mit dpa