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Wallonien droht erneut damit, gegen CETA zu stimmen

Im vergangenen Herbst stand die belgische Region Wallonien im Mittelpunkt des Medieninteresses.

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Wallonien droht erneut damit, gegen CETA zu stimmen

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Im vergangenen Herbst stand die belgische Region Wallonien im Mittelpunkt des Medieninteresses. Das Parlament weigerte sich, dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada zuzustimmen. Es bedurfte vieler Argumente, um die Volksvertreter umzustimmen.

An diesem Mittwoch stimmt das Europaparlament über CETA ab. Und Wallonien warnt: “Man sollte nicht denken, dass das Parlament Eigenwerbung betrieben hat”, so André Antoine, sein Präsident. “Wir stellen Anforderungen, und wenn diese von unseren kanadischen Freunden, dem EU-Rat oder der EU-Kommission nicht ernst genommen werden, ratifizieren wir den Vertrag nicht. Er tritt nicht in Kraft, bevor ihn nicht alle nationalen Parlamente ratifizieren. Das wallonische Parlament hat den Stellenwert eines Nationalparlaments.”

Philippe Bolle ist Chef des kleinen Unternehmens Skylane Optics, das Komponenten für den Ausbau des Glasfasernetzes herstellt. Für das in Fraire angesiedelte Unternehmen, das auch in China und Südamerika tätig ist, stellt das Abkommen CETA eine Chance dar:
“Meine Kunden sind über den ganzen Erdball verstreut und im allgemeinen wünschen sie, dass wir sie auf allen Kontinenten vertreten. Wir stellen kleine Komponenten her, die möglichst rasch verschickt werden müssen. Dabei greife ich auf unsere Bestände wie auf die laufende Produktion zurück. Zölle wären ein großes Hindernis.” Philippe Bolle will auf den kanadischen Markt, selbst wenn ihm der von den USA angekündigte Protektionismus Sorge bereitet.