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Deutschland wählt neuen Bundespräsidenten

Heute wird in Berlin ein neuer Bundespräsident gewählt.

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Heute wird in Berlin ein neuer Bundespräsident gewählt. Ex-Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) kann auf eine satte Mehrheit in der 1240 Mitglieder starken Bundesversammlung zählen.
Mangels Alternative der CDU/CSU ist er der Kandidat der großen Koalition für das höchste Staatsamt in Deutschland. Linke, Piraten, AfD und Freie Wähler haben jeweils eigene Bewerber gestellt, die aber als chancenlos gelten.

Das Staatsoberhaupt wird in Deutschland nicht direkt gewählt, sondern von einer Bundesversammlung, die nur zu diesem Zweck zusammentritt. Sie besteht aus den 620 Abgeordneten des nationalen Parlaments und aus ebenso vielen Vertretern der 16 Bundesländer. Die große Koalition hat in der Bundesversammlung 923 von 1240 Wahlmännern.

Der Bundespräsident hat in Deutschland wenig politische Macht und nimmt vor allem repräsentative Aufgaben wahr. Der neue Staatschef tritt am 18. März die Nachfolge von Joachim Gauck an, der aus Altersgründen auf die Kandidatur für eine zweite Amtszeit verzichtet.

Als Kandidat der Piratenpartei geht der Vater des EU-Abgeordneten und Satirikers Martin Sonneborn ins Rennen:

Der Kölner Armutsforscher Christoph Butterwege ist der Kandidat der Linken:

Der 75-jährige frühere CDU-Kommunalpolitiker Alfred Glaser tritt für die AfD an. Und der als Fernsehrichter bekannt gewordene Jurist Alexander Hold wird von den Freien Wählern ins Rennen um das höchste Staatsamt geschickt.