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Gold für den "Kugelblitz" in St. Moritz – Wellinger in Sapporo auf Rang zwei


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Gold für den "Kugelblitz" in St. Moritz – Wellinger in Sapporo auf Rang zwei

Sloweniens Skifahrerinnen sind und bleiben die Königinnen der Königsdisziplin der Weltmeisterschaften – der Abfahrt. Ilka Štuhec übernahm das Zepter von Landsfrau Tina Maze, die vor zwei Jahren gekrönt wurde.

Damit verwies Štuhec die überraschend starke Österreicherin Stephanie Venier auf Rang zwei und US-Star Lindsey Vonn auf Platz drei. Darüber war Štuhec so glücklich, dass sie in Freudentränen ausbrach und erklärte, wohl noch den Rest des Tages weiterweinen zu müssen.

Die dreimalige Saisongewinnerin fuhr wann immer möglich in einer perfekten Abfahrtshocke fast fehlerfrei in den von mehr als 35.000 Zuschauern besuchten Zielbereich. Die Deutsche Viktoria Rebensburg enttäuschte und muss weiter auf eine WM-Medaille in St. Moritz warten.

Nach den Damen stürzten sich die Herren auf die St. Moritzer Piste. Der große Favorit in der Abfahrt, Beat Feuz, hat das Schweizer Publikum nicht enttäuscht und triumphierte am Tag nach seinem 30. Geburtstag.

Wegen seiner Leibesfülle nennt man ihn Kugelblitz, am Sonntag hat er eingeschlagen – und wie. Bei der wohl besten Fahrt seines Lebens zeigte sich Beat Feuz risikofreudig und wurde dafür mit der Bestzeit belohnt. Zweiter wurde Super-G-Sieger Erik Guay. Der Kanadier lag nur 0,12 Sekunden hinter Feuz. Der dritte Platz ging an den Österreicher Max Franz.

Mit seinem Triumph machte Beat Feuz nicht nur sein Schweizer Publikum glücklich, sondern auch Freundin und Ex-Skirennläuferin Katrin Triendl, von der es nach der Abfahrt ein Siegerküsschen gab.

Von den Geschwindigkeitsrennen zu den technischen Disziplinen der Weltmeisterschaften. Tessa Worley, Weltmeisterin von 2013, geht als Favoritin in den Riesenslalom. Jean-Baptiste Grange will nach den Siegen von 2011 und 2015 den Hattrick im Slalom perfekt machen.

Worley erklärte im euronews-Interview: “Wenn ich an die Emotionen und die Freude denke, die mir mein Sieg bereitet hat, hätte ich natürlich nichts gegen eine Neuauflage. Die Weltmeisterschaften sind im Vergleich zum Worldcup schon was ganz Besonderes. Man muss voll und ganz präsent sein und am Ende winkt eine Medaille. Das spornt natürlich an.”

Auch für Jean-Baptiste Grange sind die Weltmeisterschaften eine besondere Herausforderung: “Wenn man in die Weltmeisterschaften startet, ist das nicht mit einem Weltcup-Rennen zu vergleichen. Man kann als Topfavorit gelten und trotzdem nur 20 Prozent der Chancen auf den Gewinn haben. Auf der anderen Seite kann man nur die Nummer 20 der Welt sein und 80 Prozent Siegeschancen haben. Es gibt so viele denkbare Szenarien. Deshalb werde ich mich auf meine Erfahrung verlassen, um so weit wie möglich zu kommen. Und klar, wenn ich am Anfang eines solchen Events stehe, dann will ich nicht nur in die Top Ten, sondern eine Medaille.”

Weiter geht es in Richtung Japan zum Skispringen. Nachdem er am Samstag mit Platz 18 enttäuscht hat, hat es Kamil Stoch jetzt wieder gut gemacht. Der 29-jährige Pole sicherte sich mit Sprüngen auf 137,5 und 140 Meter die beste Punktzahl und den sechsten Saisonsieg. Sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten aus Deutschland Andreas Wellinger ist deutlich.

Stefan Kraft reichte es für Platz drei. Im Finale sprang der Österreicher 144 Meter weit – und brach damit den Schanzenrekord des Norwegers Anders Fannemel von 2016 um einen halben Meter. Im ersten Durchgang war Kraft auf 132 Meter gesegelt.

Lange vor Kamil Stoch hatte ein anderer Pole in Sapporo geglänzt. Und zwar bei den Olympischen Winterspielen 1972. Auf der Normalschanze legten die japanischen Skispringer damals einen dreifachen Heimsieg hin, auf der Großschanze hatten sie weniger Erfolg.

Dort schaffte es der Ostdeutsche Rainer Schmidt auf Podestplatz drei, der Schweizer Walter Steiner wurde Zweiter. Doch für die große Sensation sorgte Wojciech Fortuna ganz oben auf dem Siegertreppchen. Kaum einer kannte den Polen, der im ersten Durchgang einen wahren Wundersprung hinlegte. 111 Meter – für Anfang der 70er-Jahre eine unglaublich Weite. Diesen Riesenvorsprung konnte die Konkurrenz nicht mehr aufholen.

Wir verabschieden uns mit den schönsten Bildern der ersten Etappe der Freeride World Tour in Andorra. Bei den Damen siegten Anne-Flore Marxer und Arianna Tricomi, bei den Männern Sammy Luebke und Drew Tabke. Sehen Sie sich die beeindruckenden Szenen in unserem Video an! It‘s snowtime!

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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Stefan Kraft Doppelsieger in Oberstdorf - Wellinger mit Schanzenrekord zweimal Zweiter